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Fußball-Bundesliga
„Geht nicht um Wiedergutmachung“

Die Mainzer Stefan Bell (li.) und Torwart Robin Zentner stoppen Frankfurts Ante Rebic. Das Hinspiel endet 1:1.
Die Mainzer Stefan Bell (li.) und Torwart Robin Zentner stoppen Frankfurts Ante Rebic. Das Hinspiel endet 1:1. FOTO: Hasan Bratic / dpa
Frankfurt. Am 7. Februar hat Eintracht Frankfurt den FSV Mainz 05 im DFB-Pokal 3:0 besiegt.

(dpa) Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 – das ist nicht Dortmund gegen Schalke. Das Rhein-Main-Derby der Fußball-Bundesliga strahlt nicht aus sich selbst heraus, es gibt keine große Rivalität zwischen beiden Vereinen und auch keine lange gemeinsame Geschichte. Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz etwa ist in Mainz geboren, hat in Mainz gespielt und wohnt mittlerweile seit einigen Jahren ganz in der Nähe des Eintracht-Stadions in Frankfurt. Viel mehr Verbindungen gibt es zwischen den beiden Clubs aber nicht.

Trotzdem schaffen es die Eintracht und die 05er immer wieder, ihr Nachbarschaftsduell mit einer sportlichen Brisanz aufzuladen. So auch an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky): Frankfurt spielt um einen Champions-League-Platz, Mainz gegen den Abstieg. „Das Spiel ist ganz wichtig für uns. Wir wollen mit einem Sieg in die Länderspiel-Pause gehen“, sagte Frankfurt-Trainer Niko Kovac. „Wir sind Fünfter, andere wollen uns einholen.“

Das Problem könnte nur sein: Wer so gute Aussichten auf die Champions oder zumindest Europa League hat, von dem erwartet auch jeder einen Heimsieg gegen den Tabellen-16. Mainz 05 – zumal die Eintracht genau dieses Duell erst vor 38 Tagen im Viertelfinale des DFB-Pokals klar beherrscht und auch gewonnen hat (3:0). „Es geht nicht um Wiedergutmachung. Es geht darum, unsere Situation zu verbessern“, sagte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. Und genau in dieser Hinsicht war der „Tiefschlag“ (Schwarz) vor fünf Wochen für ihn sehr lehrreich.