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Union Berlin im DFB-Viertelfinale
Union darf vom Finale in eigener Stadt träumen

Berlin. Mr. Pokal“ Robert Andrich war nach seinem nächsten Streich zu Scherzen aufgelegt. „Ich habe mir gedacht: Warum muss es im DFB-Pokal sein?“, sagte Union Berlins Goldtorschütze im Achtelfinale beim Regionalligisten SC Verl (1:0) mit einem Schmunzeln: „Ich würde mich freuen, wenn ich auch mal in der Bundesliga ein Tor mache.“ Nach dem Kunstschuss fünf Minuten vor Spielende in den rechten Winkel überwog beim zentralen Mittelfeldspieler aber trotzdem die Freude, „es war einfach nur geil“. sid

Im Pokal traf Andrich in dieser Saison in allen drei Spielen, in der Bundesliga durfte der 25-Jährige noch nie über ein Tor jubeln.

Während der große Stadtrivale Hertha BSC seine Pokalträume bei Schalke 04 (2:3 nach Verlängerung) nach 2:0-Führung begraben musste, schafften die Eisernen erstmals seit 2001 den Sprung ins Viertelfinale. Vor 19 Jahren hatte die Reise für den damaligen Drittligisten erst im Finale im Olympiastadion mit einer Pleite gegen die Königsblauen (0:2) geendet. Nun trennen die Köpenicker „nur“ noch zwei Siege vom Endspiel in der Heimat. Der große Wunsch für das Viertelfinale? „Das letzte Mal habe ich mir ein Heimspiel gewünscht, und dann bekamen wir ein Auswärtsspiel“, sagte Andrich: „Jetzt wünsche ich mir ein Auswärtsspiel, vielleicht kommt dann ja ein Heimspiel.“