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FCK im Verbandspokal beim FKP
„FCK in der Region nicht mehr die Sensation“

 Trainer Boris Schommers kämpft mit dem FCK um den Einzug ins Verbandspokal-Halbfinale.
Trainer Boris Schommers kämpft mit dem FCK um den Einzug ins Verbandspokal-Halbfinale. FOTO: dpa / Patrick Seeger
Pirmasens/Kaiserslautern. Kaiserslautern muss am Mittwoch im Viertelfinale des Fußball-Verbandspokals zum Regionalligisten FK Pirmasens.

(fs/ski) Für den 1. FC Kaiserslautern ist ein Sieg auf dem Weg zur Titelverteidigung Pflicht, für den FK Pirmasens ist es ein „Bonbonspiel“. Der Drittligist und der Regionalligist werden sich am Mittwochabend, 19 Uhr, im Viertelfinale des Verbandspokals auf der Husterhöhe in Pirmasens beide nichts schenken.

Der FK Pirmasens ist nach einem katastrophalen Saisonstart mit sechs Niederlagen zuletzt im Aufschwung. Seit fünf Partien ist der Regionalliga-Sechzehnte ungeschlagen, feierte zuletzt einen 2:0-Erfolg gegen Astoria Walldorf sowie ein 4:4 gegen den FSV Mainz 05 II. Dieser Lauf komme vor dem Pokal-Derby zur richtigen Zeit, glaubt FKP-Torwart Benjamin Reitz, der auch schon für Kaiserslautern in der Junioren-Bundesliga, der Regionalliga und der Oberliga zwischen den Pfosten stand. „Es ist gut, dass wir im Aufschwung sind. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert, geben alles und jeder kämpft für jeden“, hofft er darauf auch im Pokalspiel gegen seinen Ex-Club.

Mit Rückenwind kommen aber auch die Jungs vom Betzenberg auf die Husterhöhe, die hier auf den für drei Pokalspiele gesperrten Thimmy Thiele verzichten müssen. Nach drei Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz der 3. Liga gelang dem FCK um Trainer Boris Schommers am Wochenende beim KFC Uerdingen mit dem 3:0-Sieg ein ganz wichtiger Befreiungsschlag (wir berichteten). Nun soll im Verbandspokal der nächste Schritt – ins Halbfinale und möglicherweise hin zur Titelverteidigung – nachgelegt werden. Durch den Verbandspokalerfolg im Vorjahr sicherte sich der 1. FC Kaiserslautern den Einzug in den DFB-Pokal. Nach den umjubelten Erfolgen gegen den FSV Mainz 05 (2:0) und den 1. FC Nürnberg (n. E.) geht es dort nun Anfang Februar gegen Fortuna Düsseldorf weiter. Und da will der 1. FC Kaiserslautern auch in der kommenden Saison anknüpfen.



Zuvor wartet am Mittwoch aber die Aufgabe in Pirmasens. Bereits im vergangenen Jahr waren die beiden Teams im Südwestpokal aufeinander getroffen. Das damalige Achtelfinale, das die Roten Teufel mit 3:1 für sich entschieden, traf auf großes Interesse. Knapp 9000 Zuschauer verfolgten die Partie im Stadion. Bislang seien für das Spiel am Mittwoch lediglich 3400 Tickets verkauft, erklärt FKP-Präsident Jürgen Kölsch. Der Verein rechnet mit bis zu 4000 Anhängern. Im Vergleich zu den 9000 im Vorjahr ein deutlicher Rückgang, der sich Kölsch wie folgt erklärt: „Letztes Jahr hatten wir den Reiz des ersten Spiels seit 55 Jahren. Dazu kommt, dass auch der FCK in der Region nicht mehr die Sensation ist“.

Auch die eigenen Fans scheinen den FCK in Pirmasens nicht mehr wie in der Vorsaison unterstützen zu wollen. Von den 3000 verfügbaren Kurventickets konnte der FCK erst 1000 an den Fan bringen. Zufrieden sei Kölsch mit dem Verkauf der FKP-Sitzplätze in den Blöcken B, C und D, die bis auf wenige Restkarten in den unteren Reihen vergriffen wären. „Dafür ist der Absatz an Stehplatztickets sehr schlecht“, informiert der Präsident. Dennoch rechne sich die Partie und sei auch finanziell für den FKP ein Zusatzspiel, da der Verein sonst nur einen Schnitt von etwa 800 Zuschauern hat.