| 20:05 Uhr

FCK im DFB-Pokal
Mit Heimvorteil Außenseiterchance nutzen

 Durch den 6:4-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den FC Nürnberg sind die Lautrer ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.Dort soll gegen Düsseldorf die nächste Überraschung folgen.
Durch den 6:4-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den FC Nürnberg sind die Lautrer ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.Dort soll gegen Düsseldorf die nächste Überraschung folgen. FOTO: picture alliance/dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern. Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern empfängt am Dienstag im Achtelfinale des DFB-Pokals Bunedsliga-Kellerkind Fortuna Düsseldorf. Mit deren Trainer Uwe Rössler kehrt ein alter Bekannter auf den Betze zurück.

(dpa/red) Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern glaubt an seine Außenseiterchance im DFB-Pokal. Gegen den abstiegsgefährdeten Bundesligisten Fortuna Düsseldorf wollen die Pfälzer am Dienstagabend (18.30 Uhr/Sky) ins Viertelfinale einziehen. „Die Konstellation ist klar, wir sind der Außenseiter. Doch wir gehen mit einem großen Selbstvertrauen in die Partie“, sagte FCK-Trainer Boris Schommers am Montag. Und das, obwohl die Roten Teufel am Samstag einen erneuten Dämpfer im Liga-Alltag hinnehmen mussten. Beim Tabellenzweiten FC Ingolstadt kassierte das Team durch einen Gegentreffer in der 94. Minute eine ganz bittere Niederlage. „Wir haben in Ingolstadt ein gutes Spiel gemacht, uns aber nicht dafür belohnt. Die Enttäuschung darüber haben wir aber abgehakt und freuen uns auf das Pokalspiel am Dienstagabend.“

Dass die Lautrer in der Lage sind, auch gegen höherklassige Teams zu bestehen, haben sie in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen. Sowohl Erstligist FSV Mainz 05 (2:0) als auch Zweitligist 1. FC Nürnberg (6:5 nach Elfmeterschießen) schieden auf dem Betzenberg aus. „Wir können ganz befreit ins Spiel gehen und haben nichts zu verlieren. Dazu kommt der Heimvorteil, der auf dem Betzenberg nicht zu unterschätzen ist“, zeigte sich Schommers optimistisch. „Wir müssen den Pokalfight annehmen und über unsere Leidenschaft ins Spiel finden. Wir dürfen aber die taktischen Vorgaben nicht vergessen“, mahnte er.

Den jüngst erfolgten Trainerwechsel beim Gegner sieht der FCK-Coach hingegen als kleinen Nachteil. „Es erschwert natürlich unsere Vorbereitungen. Doch wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und haben einen guten Matchplan“, erklärte der 41-Jährige. Fortuna-Coach Uwe Rösler, der am Samstag als Trainer der Düsseldorfer seinen Bundesliga-Einstand feierte, kehrt im Pokal an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der 51-Jährige ging als Aktiver eine Saison lang für den 1. FC Kaiserslautern auf Torejagd. „Ich habe beste Erinnerung an die Zeit. Ich habe dort unter Otto Rehhagel in der Champions League gespielt“, sagte Rösler vor der Partie am Betzenberg. Verzichten muss der Coach in der Pfalz noch auf Torhüter Zack Steffen und Neuzugang Valon Berisha.



Das Weiterkommen in die Runde der letzten Acht wäre für den Traditionsverein aus der Pfalz aus wirtschaftlicher Sicht bedeutend. Alleine die Prämie von rund 1,4 Millionen Euro würde dem finanziell angeschlagenen Klub im Lizenzverfahren für die kommende Drittliga-Spielzeit merklich helfen. Denn noch fehlt ein Betrag in Millionenhöhe, um den Spielbetrieb über den Sommer hinaus aufrecht zu erhalten

Personell können die Roten Teufel bis auf die Langzeitverletzen auf den gesamten Kader zurückgreifen. Im Vergleich zum Drittligaspiel beim FC Ingolstadt am vergangenen Samstag kündigte Boris Schommers allerdings die „eine oder andere Veränderung an“.

 Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler kehrt im Pokal an eine alte Wirkungsstätte zurück.
Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler kehrt im Pokal an eine alte Wirkungsstätte zurück. FOTO: dpa / Bernd Thissen