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Mainz 05
Frustbewältigung: Mainz setzt auf Pokal

Der Mainzer Emil Berggreen will heute Abend auch gegen Stuttgart erfolgreich sein.
Der Mainzer Emil Berggreen will heute Abend auch gegen Stuttgart erfolgreich sein. FOTO: Carmen Jaspersen / dpa
Mainz. FSV und Stuttgart wollen ein enttäuschendes Halbjahr versöhnlich beenden.

(dpa) Die Bundesliga-Tabelle wird sich in Mainz und Stuttgart wohl niemand an den Weihnachtsbaum hängen. Der FSV Mainz 05 sprang durch den glücklichen Punktgewinn in Bremen in letzter Sekunde wieder vom Relegationsplatz herunter. Der VfB Stuttgart steht nach vier Spielen ohne Tor und Sieg mit nur 17 Punkten genauso schlecht da.

Heute Abend (18.30 Uhr/Sky) treffen beide Vereine im Achtelfinale des DFB-Pokals aufeinander und wollen ihre in Teilen frustrierende und mit Sicherheit gefährliche Situation in der Fußball-Bundesliga zumindest für einen Abend vergessen. „Es ist eine außergewöhnliche Chance für Mainz 05, im DFB-Pokal zu überwintern. Uns war schon in Runde eins bewusst, dass man in diesem Wettbewerb mit relativ wenig Spielen relativ viel erreichen kann“, sagte Trainer Sandro Schwarz.

Sein Stuttgarter Kollege Hannes Wolf sagte am Montag zu diesem Spiel: „Mehr auf Augenhöhe gibt es nicht!“ Beide Clubs seien in einer ähnlichen Situation. Man dürfe dabei aber nicht vergessen: „Die letzten fünf Spiele waren nicht gut, das stört an der Bilanz. Der Rest des Jahres war aber cool“, meinte Wolf. „Wir wollen unsere Gefühle oder meine Gefühle nicht zu hoch hängen, die werden wir schon in beide Richtungen wieder in den Griff kriegen. Wir wollen ins Viertelfinale kommen. Wir haben die Verpflichtung, alles zu geben.“



Im DFB-Pokal geht es aber nicht nur um neues Selbstvertrauen und das Prestige. Die Prämie von 1,273 Millionen Euro, die es im Viertelfinale zu verdienen gibt, können beide Vereine gut gebrauchen, um in der Winterpause die dringend nötigen Nachbesserungen an ihren Kadern vorzunehmen. „Wenn man mit einem Heimspiel gegen Stuttgart ins Pokal-Viertelfinale einziehen kann, ist das wirtschaftlich und sportlich überragend“, sagte der Mainzer Sportchef Rouven Schröder.