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Frodenos erstes Ausrufezeichen

Oceanside. Während Jan Frodeno mit einem Sieg beim Ironman 70.3 in Kalifornien glänzte, läuft es bei den Nationalmannschafts-Triathleten in der WM-Serie noch nicht rund. Mark Weishaupt

Der erste Wettkampf der Saison ist immer eine ungewisse Sache. Wie bin ich über den Winter gekommen? Habe ich meine Trainingsplanung richtig ausgesteuert? Diese Fragen hatte sich auch Triathlet Jan Frodeno vor seinem ersten Auftritt des Jahres 2015 am Samstag beim Ironman 70.3 in Oceanside /Kalifornien gestellt. Eine dritte kam hinzu: Wie hat der Olympiasieger von 2008 seinen Trainingssturz beim Radfahren im Februar verkraftet, bei dem er sich eine Rippe angeknackst hatte und der ihn in der Vorbereitung vier Wochen zurückgeworfen hatte?

Antwort: Alles bestens. Der 33-Jährige feierte nämlich am Samstag über die halbe Ironman-Distanz nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und einem Halbmarathon einen souveränen Sieg. Dabei glänzte "Frodo" vor allem auf der Laufstrecke und legte in 1:10:48 Stunden den schnellsten Halbmarathon aller Teilnehmer hin. Mit seinem Sieg in Oceanside - schon im Vorjahr hatte der Athlet des LAZ Saarbrücken dort gewonnen - weckt Frodeno Hoffnungen auf einen starken Auftritt bei seinem Saison-Höhepunkt, dem legendären Ironman auf Hawaii im Oktober. Bei seinem Debüt im vergangenen Jahr hatte Frodeno einen glänzenden dritten Platz belegt. "Letztes Jahr war ein Versuchsjahr und ich hab extrem viel dazu gelernt", sagte Frodeno. Während Frodeno also zufrieden sein kann, läuft es bei den deutschen Nationalmannschafts-Triathleten in der WM-Serie über die olympische Distanz noch nicht so rund. Auf der zweiten von zehn WM-Stationen sorgte der 23-jährige Justus Nieschlag am Sonntag im neuseeländischen Auckland mit einem elften Platz für das beste Resultat. Gregor Buchholz, 2014 bester Deutscher in der WM-Wertung, musste sich mit dem 30. Rang begnügen, Franz Löschke wurde in dem Rennen über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen nur 47.

Bei den Frauen lief es ähnlich durchwachsen. Hanna Philippin erreichte als beste des deutschen Trios als 14. das Ziel.