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Frings ist sauer auf Löw, Adler und Neuer enttäuscht

 Redebedarf: Nationalspieler Torsten Frings (li.) und Bundestrainer Joachim Löw. Foto: dpa
Redebedarf: Nationalspieler Torsten Frings (li.) und Bundestrainer Joachim Löw. Foto: dpa
Hamburg. Die WM-Saison hat noch nicht einmal begonnen, da gibt es mit Torsten Frings schon den ersten Enttäuschten im Spielerkreis von Joachim Löw. Einen Tag nach der Nominierung des Fußball-Bundestrainers für das WM-Qualifikationsspiel in der kommenden Woche in Aserbaidschan machte der Bremer der Unzufriedenheit über seine Nichtberücksichtigung Luft

Hamburg. Die WM-Saison hat noch nicht einmal begonnen, da gibt es mit Torsten Frings schon den ersten Enttäuschten im Spielerkreis von Joachim Löw. Einen Tag nach der Nominierung des Fußball-Bundestrainers für das WM-Qualifikationsspiel in der kommenden Woche in Aserbaidschan machte der Bremer der Unzufriedenheit über seine Nichtberücksichtigung Luft. "Für mich ist es nicht okay, dass ich nicht dabei bin", betonte Frings. "Ich bin sehr enttäuscht. Die Gründe sind nicht nachvollziehbar", klagte der Kapitän des Bundesligisten Werder Bremen. Löw, der am Donnerstagabend seinen 20 Mann starken Kader für die Partie am kommenden Mittwoch (18 Uhr/ARD) gegen das von Ex-Bundestrainer Berti Vogts betreute Aserbaidschan nominiert hatte, begründete den Verzicht auf Routinier Frings damit, dass er dem 79-maligen Nationalspieler keine Garantie für die Startformation geben könne. Derzeit sieht der 49-Jährige den Stuttgarter Thomas Hitzlsperger auf der Position vorne. Schon in der letzten Spielzeit war der langjährige Leistungsträger Frings nur noch in zwei Länderspielen für insgesamt 74 Spielminuten zum Einsatz gekommen. Profi und Trainer waren zudem aneinander geraten, weil sich der Bremer ungerecht behandelt gefühlt hatte. Auch die beiden Torhüter René Adler und Manuel Neuer äußerten sich am Tag nach der Bekanntgabe des Aufgebots mit Robert Enke (Hannover 96) und Tim Wiese (Werder Bremen) nicht erfreut. "Klar bin ich enttäuscht. Wäre ich das nicht, hätte ich wohl meinen Beruf verfehlt. Aber es ist okay. Jetzt weiß ich, wo ich zur Zeit stehe", sagte der Torwart des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. "Ich denke, es ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Saison ist noch lang. Ich werde zusehen, dass ich in der Bundesliga meine Leistung bringe und mich damit weiter empfehlen kann", erklärte Schalkes Neuer. Löw selbst betonte, dass im Vierkampf um die Nummer eins im DFB-Tor noch alles offen ist. dpa