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Freitag vermisst die Lockerheit

Innsbruck. Vom Überflieger zum Sorgenkind: Der vermeintliche Geheimfavorit Richard Freitag hat die hohen Erwartungen bei der Vierschanzentournee nicht erfüllt und fliegt bislang hinterher. Das geht an dem 20-jährigen Sachsen nicht spurlos vorbei. "Es fehlt einfach die Lockerheit

Innsbruck. Vom Überflieger zum Sorgenkind: Der vermeintliche Geheimfavorit Richard Freitag hat die hohen Erwartungen bei der Vierschanzentournee nicht erfüllt und fliegt bislang hinterher. Das geht an dem 20-jährigen Sachsen nicht spurlos vorbei. "Es fehlt einfach die Lockerheit. Ich suche nach dem richtigen Gefühl, das man für gute Sprünge braucht", sagt Freitag und gibt zu: "Wenn man die letzten Springen sieht, dann kommt man schon ein wenig ins Nachdenken."Statt freudestrahlend, wie vor drei Wochen bei seinem ersten Weltcupsieg in Harrachov, verließ der flügellahme Freitag den Auslauf nach seinen Sprüngen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen meist kopfschüttelnd und mit gesenktem Haupt. Platz 19 in der Gesamtwertung - zu wenig, auch für die eigenen Ansprüche. Die Hoffnung auf Besserung hat er aber noch nicht aufgegeben. "Wenn ich hart dran bleibe und hart arbeite, kann es wieder besser laufen", sagt Freitag.

Das wünscht sich auch Werner Schuster und spielt deswegen gerade den "Schanzenflüsterer". Der Bundestrainer will Freitag zu alter Stärke zurückführen. Denn am großen Talent und den Fähigkeiten des Auers zweifelt er nicht. "Ich versuche, ihm gerade einzureden, dass Innsbruck eine Schanze ist, auf der er fantastisch springen kann", sagt Schuster und ergänzt: "Er glaubt es mir zwar noch nicht, aber ich werde mich schon durchsetzen. Es dauert nicht mehr lange, dann kommt er wieder." Am liebsten soll das schon auf der Bergiselschanze, heute (13.45 Uhr/ZDF und Eurosport) gelingen. sid