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Bundestrainerin DFB-Frauen
Voss-Tecklenburg: Rollenbild muss sich noch entwickeln

 Begrüßt die Verpflichtung von Inka Grings als Trainerin eines Männerteams: Martina Voss-Tecklenburg. Foto: Arne Dedert/dpa
Begrüßt die Verpflichtung von Inka Grings als Trainerin eines Männerteams: Martina Voss-Tecklenburg. Foto: Arne Dedert/dpa
Berlin. Frauenfußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat die Verpflichtung der einstigen Nationalspielerin Inka Grings als Trainerin eines Männerteams begrüßt. dpa

Aus der Ausnahme müsse allerdings mit der Zeit eine Selbstverständlichkeit werden. „Auch der Medienauflauf gestern zeigt ja, dass das nicht selbstverständlich ist. Sie steht da jetzt im Fokus, weil sie ein Männerteam trainiert“, sagte Voss-Tecklenburg im ARD-Morgenmagazin. „Viele Männer, die ein Frauenteam trainieren, stehen nicht im Fokus. Das zeigt ja schon, dass wir noch ein bisschen was vor uns haben, damit sich dieses selbstverständliche Rollenbild eben auch entwickelt.“

Die frühere DFB-Auswahlspielerin Grings ist vom Männer-Regionalligisten SV Straelen als Trainerin engagiert worden. Am 6. April wird die 40-Jährige im Spiel gegen den SC Verl ihr Debüt an der Seitenlinie geben.

Die neue Bundestrainerin freut sich schon auf ihr Heimdebüt mit der Nationalmannschaft am 9. April (16.00 Uhr/ZDF) in Paderborn gegen Japan. „Das ist auf jeden Fall eine besondere Situation. Es ist das vorletzte Spiel vor der WM. Es ist ja für mich auch ein besonderes Privileg, Bundestrainerin zu sein in meinem Heimatland“, meinte die 51-jährige Voss-Tecklenburg in dem ARD-Interview. „Ich werde das schon spüren, und ich freu' mich drauf. Und ich weiß, dass ganz viele Menschen, die mir auch nahestehen, am kommenden Dienstag in Paderborn sein werden.“



Drei Tage vor dem Heimspiel tritt die DFB-Auswahl am 6. April (13.45 Uhr/ARD) noch zum Klassiker in Schweden an.

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