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DFB-Spielführerin
Popp mit Selbstkritik nach frühem WM-Aus

 Geht selbstkritisch mit sich ins Gericht: Alexandra Popp. Foto: Sebastian Gollnow
Geht selbstkritisch mit sich ins Gericht: Alexandra Popp. Foto: Sebastian Gollnow
Wolfsburg. Spielführerin Alexandra Popp hat nach dem Viertelfinal-Aus der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Frankreich auch Selbstkritik geübt. dpa

„Vielleicht hätte ich in der einen oder anderen Situation mehr den Mund aufmachen können, habe es aber nicht getan, weil ich auch nicht wusste, wie die anderen Spielerinnen damit umgehen können“, sagte die 28-Jährige dem „Kicker“ und ergänzte: „Früher haben uns die älteren Spielerinnen verbal auch mal auseinandergenommen. Das gibt es jetzt nicht mehr so. Wenn man jetzt mal den Mund aufmacht, wird das nicht mehr so angenommen, habe ich das Gefühl. Mich hat das damals aber weitergebracht.“

Bei der Weltmeisterschaft war die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Viertelfinale an Schweden gescheitert. Die 51-Jährige hatte später eingeräumt, dass das eingeforderte Prinzip der offenen Tür während des Turniers nur bedingt funktioniert habe. Sie selbst habe das Gespräch gesucht, „weil ich auch hin und wieder gemerkt habe, dass es in der Mannschaft nicht immer harmoniert hat und die eine oder andere mit ihrer Position im Team nicht so zufrieden war“, sagte Popp in dem Interview des Fachmagazins.

Sie habe auch mit ihren Mitspielerinnen gesprochen. „Und mehr als ihnen zu sagen, dass sie auf die Trainerin zugehen sollen, kann ich auch nicht machen. Aber einige waren nicht so weit, dass sie sich das getraut haben“, sagte die Spielerin vom deutschen Meister VfL Wolfsburg vor dem Start in die EM-Qualifikation mit den Partien gegen Montenegro am Samstag in Kassel und in der Ukraine am 3. September.



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