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Frauenfußball
Marozsan möchte mit Lyon Geschichte schreiben

kiew/lyon. Die Ausnahmespielerin trifft im Finale heute auf Wolfsburg.

Ihren Wechsel nach Frankreich vor gut zwei Jahren hat Fußball-Star Dzsenifer Marozsan nicht eine Sekunde bereut. Warum auch – besser konnte es für die deutsche Nationalspielerin kaum laufen. Wie 2017 wurde die Starspielerin von Olympique Lyon gerade erst zur Fußballerin des Jahres in Frankreich gewählt. Und wie 2017 winkt eine Super-Saison mit dem Triple-Gewinn. Teil eins wurde mit der Meisterschaft bereits geschafft, am heutigen Donnerstag (18 Uhr/Sport1) könnte im Champions-League-Finale gegen den VfL Wolfsburg in Kiew der zweite Schritt folgen.

„Ich bin so glücklich, in dieser Mannschaft zu spielen und mit ihr Geschichte zu schreiben“, sagt Marozsan vor dem Endspiel gegen den deutschen Meister. Zum siebten Mal in den vergangenen neun Jahren steht der Club aus Südfrankreich bereits im Champions-League-Finale, viermal konnte Olympique den Titel gewinnen. Vor Wolfsburg hat Marozsan aber Respekt. „Das ist ein großer Club, es treffen die zwei besten Mannschaften aus Europa aufeinander“, sagt die Mittelfeldspielerin.

Gegner Wolfsburg will wie 2013 das Triple perfekt machen. „Da lechzen wir alle nach“, sagte Torhüterin Almuth Schult. Der Triumph im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München am Samstag sorgte berim deutschen Meister für zusätzliches Selbstvertrauen. „Das wird geil. Wir haben zwei Titel schon sicher und können ganz befreit dahin fahren“, sagte Nationalspielerin Lena Goeßling. Angst vor dem viermaligen Königsklassen-Champion aus Frankreich hat der VfL nicht. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, sagte Goeßling.



Seit Dienstag ist der VfL-Tross in der ukrainischen Hauptstadt. In den Tagen vor dem letzten Höhepunkt einer imposanten Saison stand vor allem Regeneration auf dem Programm. Doch mit dem Pokalsieg im Gepäck waren die Strapazen schnell vergessen. „Nach einem Titel regeneriert man schneller“, sagte der sportliche Leiter Ralf Kellermann.