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Frauenfußball
Jones zieht Verjüngung des Kaders konsequent durch

Bundestrainerin Steffi Jones steht nach dem frühen EM-Aus unter Beobachtung.
Bundestrainerin Steffi Jones steht nach dem frühen EM-Aus unter Beobachtung. FOTO: Carmen Jaspersen / dpa
Frankfurt. 14 Spielerinnen haben weniger als 20 Länderspiele.

Steffi Jones hat 37 Tage nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der EM-Endrunde in den Niederlanden den personellen Umbruch der deutschen Frauen-Nationalmannschaft eingeleitet. Die 44-Jährige nominierte gestern 14 Spielerinnen mit weniger als 20 Länderspielen für den Auftakt in die WM-Qualifikation am 16. September (14 Uhr/ZDF) in Ingolstadt gegen Slowenien. Die WM-Endrunde 2019 findet in Frankreich statt.

Erstmals in die A-Mannschaft wurde Joelle Wedemeyer (21), U20-Weltmeisterin von 2014, berufen. Die Abwehrspielerin des VfL Wolfsburg zählt mit Felicitas Rauch (21) und Torfrau Carina Schlüter (20) sowie Lea Schüller (19) zu den jüngsten Spielerinnen des 23-köpfigen Aufgebots. „Der Umbruch hatte ja schon begonnen, jetzt wird er fortgeführt. Das Ganze ist ein Prozess. Es braucht seine Zeit“, sagte die 111-malige Nationalspielerin Jones: „Noch weitere junge Spielerinnen werden mit der Zeit folgen und von den Juniorinnen hochgezogen.“

Die deutschen Frauen hatten in den Niederlanden zum ersten Mal seit 1987 den Einzug in ein EM-Halbfinale verpasst. Nach dem 1:2 (1:0) gegen Dänemark hagelte es Kritik an Jones. Dennoch sprach der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seiner Trainerin-Novizin das Vertrauen aus und verlängerte ihren Vertrag bis zur WM inklusive der Option auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bis Olympia 2020 in Tokio.



37 Tage nach dem Viertelfinal-Aus machte Jones deutlich, dass die Wohlfühloase bei der Nationalmannschaft ab sofort geschlossen ist. „Jede Nationalspielerin muss in jedem Fall die grundsätzlichen Dinge wie Leidenschaft und Bereitschaft mitbringen. Wenn ich noch einmal nach einem Spiel höre, dass die Einstellung nicht gepasst hat, werde ich sofort reagieren“, äußerte die 111-malige Nationalspielerin: „Die Fehler der EM werden mir sicher nicht ein zweites Mal passieren.“