| 22:50 Uhr

Frauenfußball-EM
Bloß kein Sturm-Tief

Sint-Michielsgestel. Gegen Italien wollen die deutschen Fußballerinnen unbedingt den ersten EM-Sieg.

(sid) Als sich ein Sommergewitter über ihrem EM-Lager zusammenbraute, beschäftigte die deutschen Fußballerinnen ein anderes Sturm-Problem. Nach der Verletzung von Svenja Huth in der Auftakt-Nullnummer gegen Schweden müssen bei der Mission Titelverteidigung in den Niederlanden nun andere Angreiferinnen in die Bresche springen.

„Klar fehlen uns die Ausfälle, aber wir werden versuchen, es so gut wie möglich zu kompensieren“, sagte die gegen Schweden eingewechselte Angreiferin Mandy Islacker vor dem zweiten EM-Spiel gegen Italien am Freitag (20.45 Uhr/ARD). Schließlich war der achtmalige Europameister nach dem Ausfall von Stammkraft Alexandra Popp (Meniskus-OP) ohnehin schon in der Offensive geschwächt zur Endrunde gereist.

Nun fällt auch die pfeilschnelle Huth wegen eines leichten Muskelfaserrisses im Oberschenkel mindestens bis zu einem möglichen Halbfinale aus. „Ihr Ausfall ist sehr tragisch, denn sie arbeitet unheimlich für die Mannschaft, wie ein Terrier. Ihre Laufwege sind Wahnsinn, jede Abwehrspielerin hasst es, gegen sie zu spielen“, sagte Almuth Schult.



Dennoch: Die deutschen Spielerinnen sind sich bewusst, dass sie im Kampf um dem Viertelfinaleinzug besser keine Punkte mehr liegenlassen sollten. „Es gibt kein Larifari, wir müssen die Punkte holen“, betonte Schult vor der Partie in Tilburg. Die Torhüterin ist aber davon überzeugt, dass die deutsche Offensive neben Islacker mit der erfahrenen Anja Mittag und der quirligen Hasret Kayikci ausreichend Alternativen hat: „Das bekommen wir hin.“