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Fouls stacheln Zweibrücker Kampfgeist an

 Alexandra Depta, hier im Heimspiel gegen Wittlich im Oktober, traf am Samstag bei der HSG fünf Mal. Dabei ging Wittlich nicht gerade zimperlich mit den Gästen um. Foto: mw
Alexandra Depta, hier im Heimspiel gegen Wittlich im Oktober, traf am Samstag bei der HSG fünf Mal. Dabei ging Wittlich nicht gerade zimperlich mit den Gästen um. Foto: mw
Zweibrücken. In einer ähnlichen Ausgangslage wie die erste Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken befanden sich am Samstagabend auch die Handballfrauen der 64er. Mit 15:17 Punkten belegten sie einen Mittelfeldplatz, allerdings nur mit kurzer Distanz zu den Abstiegsrängen. Und wie die Männer auch mussten sie am Samstagabend beim gesicherten Tabellenvierten, der HSG Wittlich, antreten Von Merkur-Mitarbeiter Christian Gauf

Zweibrücken. In einer ähnlichen Ausgangslage wie die erste Männermannschaft des SV 64 Zweibrücken befanden sich am Samstagabend auch die Handballfrauen der 64er. Mit 15:17 Punkten belegten sie einen Mittelfeldplatz, allerdings nur mit kurzer Distanz zu den Abstiegsrängen. Und wie die Männer auch mussten sie am Samstagabend beim gesicherten Tabellenvierten, der HSG Wittlich, antreten.Der Mannschaft von Trainer Axel Koch gelang in Wittlich ein befreiender 28:25 (13:10)-Auswärtssieg. Nach den beiden Heimniederlagen gegen Marpingen und die Bundesligareserve des TuS Weibern holten sich die Zweibrückerinnen wieder etwas Sicherheit und zwei enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib.

Obwohl Daphne Huber im SV-Tor stark hielt, starteten die Zweibrückerinnen eher schwach. Nach zwölf Spielminuten stand es 4:2 für die Gastgeberinnen, die gerade in dieser Anfangsphase von ihrer überragenden Spielerin, der ehemaligen Bundesligaspielerin Tatjana Nykytenko, und einfachen Toren profitierten. SV-Trainer Axel Koch nahm daraufhin eine Auszeit und kritisierte dort insbesondere das Kampf- und Rückzugsverhalten seiner Mannschaft. "Danach sind wir wesentlich besser ins Spiel gekommen", bemerkte Koch zur erkennbaren Leistungssteigerung. Über ein 8:8-Unentschieden kämpften sich die Zweibrückerinnen ins Spiel zurück und gingen bis zur Pause sogar mit 13:1 in Führung. "Dennoch fehlten uns weiter einfache Tore, insbesondere aus dem Rückraum", bemängelte Koch, "stark verbessert war allerdings in diesem Spiel unsere Abwehrarbeit."

Nykytenko fiel nach dem Seitenwechsel dann insbesondere durch Unsportlichkeiten auf, was die Schiedsrichter allerdings nicht ahndeten. "Dafür erhielt Katharina Leonhardt für ein Allerweltsfoul eine Zeitstrafe", ärgerte sich Koch. In dieser Phase wurde allerdings der Kampfgeist der Zweibrückerinnen geweckt, die nun erkennen ließen, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Das äußerte sich in einer 17:22-Führung Mitte der zweiten Halbzeit. Weil bei den Gästen anschließend die Kräfte nachließen, der Tabellenvierte durch eine Dreierserie von Nykytenko auf 21:22 verkürzte, musste seitens der Zweibrückerinnen erneut eine Auszeit her. "Lasst euch die beiden hochverdienten Punkte jetzt nicht nehmen und kämpft weiter", forderte Koch. Die folgenden Minuten brachten dann eine Ergebnisverbesserung zum 24:21. Diesen Vorsprung brachten die Zweibrückerinnen dann auch verdient über die Zeit. "Das war heute sicher kein überragendes Spiel von uns", analysierte Koch. "Mit der kämpferischen Leistung bin ich aber absolut einverstanden und somit auch der Ansicht, dass wir hochverdient gewonnen haben."



Die zweite Frauenmannschaft des SV 64 hatte am Sonntagmittag den TV Kirkel II zu Gast. Dabei mussten sie krankheitsbedingt auf Kreisläuferin Katja Schemmel verzichten.

Stark ersatzgeschwächt waren aber auch die Kirkeler Damen, die in den ersten Minuten sogar in Unterzahl spielen mussten. Dies nutzten die SV-Frauen, um schnell auf 7:1 davonzuziehen. Obwohl sich die Kirkeler danach "komplettierten" und fortan sechs Feldspielerinnen aufbieten konnten, bauten die Zweibrückerinnen die Führung zum 15:4-Pausenstand aus. Angesichts der klaren Führung ließ bei den SV-Frauen anschließend die Konzentration nach. Sie verwarfen einige gute Tormöglichkeiten, gewannen am Ende jedoch deutlich mit 33:18.

SV 64 Zweibrücken II: Laura Gawehns 9, Sina Sutter 8/4, Katharina Weick 5, Helena Heil 4, Laura Zumbach 3, Isabelle Fleser 2, Isabel Rötschke 1/1, Meike Loepp 1.