| 23:33 Uhr

Formel 1
Formel 1: Wolff sieht die neuen Eigner kritisch

Stuttgart. (sid) Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat dem neuen Formel-1-Eigner Liberty Media nach dessen erstem Dienstjahr kein gutes Zeugnis ausgestellt. „Die getroffenen Entscheidungen sind jede für sich nicht besonders relevant, doch in der Summe nicht nur positiv“, sagte Wolff. Nicht zuletzt die Abschaffung der Grid Girls, Hostessen, die als fester Bestandteil des Streckenpersonals im Motorsport zu Promotionszwecken eingesetzt werden, hält der Österreicher für überflüssig. „Das ist Aktionismus und etwas, das nicht wirklich zählt.“

(sid) Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat dem neuen Formel-1-Eigner Liberty Media nach dessen erstem Dienstjahr kein gutes Zeugnis ausgestellt. „Die getroffenen Entscheidungen sind jede für sich nicht besonders relevant, doch in der Summe nicht nur positiv“, sagte Wolff. Nicht zuletzt die Abschaffung der Grid Girls, Hostessen, die als fester Bestandteil des Streckenpersonals im Motorsport zu Promotionszwecken eingesetzt werden, hält der Österreicher für überflüssig. „Das ist Aktionismus und etwas, das nicht wirklich zählt.“

Weiter wartet der 46-Jährige Wiener noch auf einen echten Coup der neuen Macher, die Anfang 2017 die Kontrolle über die Motorsport-Königsklasse übernommen haben. „Der frühere Formel-1-Chef Bernie Ecclestone war ja in seinen besten Tagen deshalb so genial, weil er der einzige war, der es geschafft hat, große Deals an Land zu ziehen. Wenn Bernie zu einer Regierung gegangen ist und gesagt hat, dass er von einem Grand Prix in Singapur träume, dann ist das auch passiert“, sagte Wolff. Das jetzige Management müsse „zeigen, dass es das auch bringen kann.

Liberty Media hat zur neuen Saison, die am 25. März in Melbourne beginnt, unter anderem die Grid Girls durch Kinder (Grid Kids) ersetzt. Die Startzeiten wurden verschoben, mit dem neuen Live-Streaming-Dienst F1 TV bietet die Königsklasse künftig eine eigene Alternative zum TV-Angebot. Eine Expansion des Rennkalenders steht im Raum. Zuletzt wurden Vietnams Hauptstadt Hanoi, die US-Metropole Miami und auch die argentinische Hauptstadt Buenos Aires gehandelt.