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Fecht-WM in China
Fechter erstmals seit 1974 ohne Einzelmedaille

Wuxi. Die deutschen Fechter haben in Wuxi/China erstmals seit Grenoble 1974 bei einer Weltmeisterschaft mit allen Waffengattungen keine Einzelmedaille gewonnen. Gestern scheiterte als letzte deutsche Hoffnung auch Florettfechter Alexander Kahl.

Der Tauberbischofsheimer musste sich im Achtelfinale mit 7:15 dem Südkoreaner Heo Jun geschlagen geben. Der viermalige Weltmeister Peter Joppich, 2008-Olympiasieger Benjamin Kleibrink und Andre Sanita verloren sogar schon in Runde eins. Auch die Säbelfechterinnen Anna Limbach und Julika Funke schieden früh aus.

Die deutsche Bilanz in den sechs Einzelkonkurrenzen in Wuxi ist ernüchternd. Von den 24 Teilnehmern des Deutschen Fechter-Bundes zogen lediglich fünf ins Achtelfinale ein, danach war Schluss. Fünf blieben bereits in der Qualifikation auf der Strecke, für elf war die erste K.o.-Runde der letzten 64 Endstation, drei schieden in Runde zwei aus.

Die Säbelfechter und die Degendamen kämpfen um die Medaillen. Beide Teams stehen im Viertelfinale. Das Säbel-Quartett mit Europameister Max Hartung hatte beim 45:37 in der Runde der letzten 16 gegen Kanada allerdings große Probleme. Gegner im Viertelfinale ist heute Europameister Ungarn. Das weibliche Degen-Team trifft auf den Olympia-Zweiten China.