| 22:00 Uhr

3. Fußball-Liga
FCK will endlich „Ertrag einfahren“

 Am Samstag soll es für Kevin Kraus (links) und den FCK endlich mit dem ersten Sieg im neuen Jahr klappen.
Am Samstag soll es für Kevin Kraus (links) und den FCK endlich mit dem ersten Sieg im neuen Jahr klappen. FOTO: dpa / Thomas Frey
Kaiserslautern. Drittligist 1. FC Kaiserslautern empfängt am Samstag Preußen Münster mit Ex-Trainer Sascha Hildmann auf dem Betzenberg.

Der 1. FC Kaiserslautern will in der 3. Fußball-Liga zurück in die Erfolgsspur. Gegen Preußen Münster soll am Samstag (14.00 Uhr) nach nur einem Punkt aus den jüngsten zwei Spielen der erste Sieg im Jahr 2020 gelingen. „Wir waren in beiden Partien die deutlich bessere Mannschaft mit den größeren Chancen, sind aber ohne Ertrag nach Hause gegangen. Das wurmt mich extrem. Es spornt mich aber auch an, es mit der ganzen Mannschaft besser zu machen“, sagte Trainer Boris Schommers am Freitag.

Das Aus unter der Woche im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Bundesligist Fortuna Düsseldorf beschäftige die Pfälzer nicht lange. Der Fokus ist klar auf die Liga gerichtet, die Hoffnung auf eine Aufholjagd noch nicht aufgegeben. Doch der Rückstand zum Relegationsplatz ist wieder auf neun Zähler angewachsen. „Ich erwarte Preußen Münster aus einer guten Kompaktheit wie in den vergangenen Spielen, sie werden hier sicher nicht ins offene Messer laufen. Wir wollen an die guten Leistungen anknüpfen, dem Gegner unser Spiel aufzwingen, den Ertrag einfahren und zuhause gewinnen“, betonte Schommers. Der Einsatz der beiden Angreifer Timmy Thiele (Gehirnerschütterung) und Lucas Röser (Sprunggelenkverletzung) ist dabei fraglich.

Gegen den Tabellen-18. kommt es zum Wiedersehen mit Schommers‘ Vorgänger Sascha Hildmann, der Ende September auf dem Betzenberg freigestellt wurde und im Dezember den Posten in Münster übernahm. Vor seinem Ex-Club ist er jedenfalls gewarnt. „Der FCK hat seine große Stärke im Umschaltspiel nach vorne. Im DFB-Pokal haben sie in der ersten Hälfte gegen Düsseldorf gut gespielt. Wir müssen aus einer guten Ordnung heraus spielen und dürfen Kaiserslautern gar nicht erst in ihr Umschaltspiel kommen lassen“, fordert Hildmann aber nicht nur Augenmerk auf der Defensive, sondern einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft. „Wichtig wird sein, dass wir mit Selbstvertrauen Fußball spielen und unsere Qualitäten zeigen, die wir ohne Zweifel haben.“



Schommers betont: „Ich kann verstehen, dass es für ihn ein besonderes Spiel ist. Für mich geht es aber nur ums Sportliche. Und Münster hat schon unter Beweis gestellt, dass sie gute Spiele absolvieren können.“ Beide Trainer kennen sich schon seit einigen Jahren: 2015 hatten sie gemeinsam den Fußball-Lehrer-Lehrgang abgeschlossen.

(dpa)