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2. Fußball-Bundesliga
FCK siegt 4:1 - und läuft weiter hinterher

FOTO: Marcel Kusch / dpa
Kaiserslautern . Trotz starker Leistungen in der Rückrunde: Lautern macht kaum Boden gut und bangt weiter um den Klassenerhalt.

Es ist Woche für Woche das gleiche Problem: Der 1. FC Kaiserslautern punktet und überzeugt beständig im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Aber die Ergebnisse der Konkurrenz sorgen dafür, dass der Tabellenletzte der Konkurrenz weiter hinterherläuft. Auch nach dem starken 4:1 (1:0)-Sieg beim bislang so erfolgreichen Aufsteiger MSV Duisburg beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin sechs Punkte.

„Jeder kennt unsere Situation. Das ist nicht einfach“, sagte Trainer Michael Frontzeck nach dem Spiel. „Aber erst einmal sind wir sehr froh und glücklich über diesen Sieg.“

16 Punkte in neun Spielen holte der FCK bereits unter seinem neuen Coach. Der Trend spricht eindeutig für den Tabellenletzten. Mut macht den Pfälzern neben den eigenen starken Leistungen auch, dass sie gegen drei der vielen Konkurrenten auf den Plätzen 7 bis 17 noch selbst spielen müssen. Vor allem der Tabellen-16. 1. FC Heidenheim kommt am vorletzten Spieltag noch auf den Betzenberg.



Entscheidender Mann in Duisburg war Stürmer Osayamen Osawe, der in der 12., 48. und 64. Minute die ersten drei Tore für den FCK schoss. „Drei Tore zu schießen, ist für einen Stürmer immer etwas Besonderes. Aber viel wichtiger ist heute der Sieg“, sagte der Brite. „Wir haben den Glauben, jedes Spiel gewinnen zu können.“

Der MSV kam durch Stanislav Iljutchenko in der 70. Minute noch einmal heran. Sieben Minuten vor Schluss sorgte Benjamin Kessel mit dem vierten Lauterer Tor jedoch für die Entscheidung. „Wir haben noch sechs Spiele und werden sechsmal alles reinhauen“, sagte der Verteidiger. „Abgerechnet wird am Schluss.“

Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag der Aufsteiger SSV Jahn Regensburg. „Wenn wir da den nächsten Dreier holen können, sind wir wieder dick im Geschäft“, meinte Kessel.

Weil neben dem FCK auch die anderen Kellerkinder immer stärker aufspielen, wird der Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga immer dramatischer. Sechs Spieltage vor Saisonende hat der Tabellenvierte FC Ingolstadt nur sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

„In dieser Liga sind drei Punkte Gold wert und wir haben 40, was jedoch nichts bedeutet, da es sehr eng zugeht“, sagte FCI-Profi Sonny Kittel. Arminia Bielefelds Innenverteidiger Julian Börner stellte nach dem 1:1 (1:1) gegen Aufsteiger Kiel fest: „Das wird noch eine harte und intensive Saison - aber das ist für alle Fans ja schön, wenn es spannend ist.“ Auch die Bilanz von Robin Dutt als Neu-Trainer des VfL Bochum ist beachtlich: Das 2:0 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig war die fünfte Begegnung nacheinander ohne Niederlage. Trotzdem steht der Revierclub nur drei Punkte vor dem 16. Platz. „Die aktuelle Lage in der Tabelle ist verrückt, es bleibt keine Zeit zum Durchschnaufen“, fasste VfL-Kapitän Stefano Celozzi die Lage in der Liga zusammen.