| 21:50 Uhr

3. Fußball-Liga
FCK muss „Stehaufmännchen spielen“

Große Enttäuschung bei Jan Löhmannsröben (rechts): Die große Chance, Anschluss zu den Spitzenplätzen herzustellen, hat der 1. FC Kaiserslautern nach dem 0:2 gegen Cottbus verpasst.
Große Enttäuschung bei Jan Löhmannsröben (rechts): Die große Chance, Anschluss zu den Spitzenplätzen herzustellen, hat der 1. FC Kaiserslautern nach dem 0:2 gegen Cottbus verpasst. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern. Beim 0:2-Rückschlag gegen Cottbus offenbarte das Team vom Betzenberg Schwächen in der Offensive. dpa

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern ist nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nach zuvor nur einer Niederlage in den vergangenen neun Ligaspielen mussten die Pfälzer am Freitag ein überraschendes 0:2 (0:0) gegen Aufsteiger FC Energie Cottbus hinnehmen (wir berichteten). Die Chance, den Anschluss zu den Aufstiegsrängen herzustellen, wurde damit erneut vertan. Spielerische Lösungen fehlen dem FCK momentan. Auf eine Serie von drei Siegen in Folge muss Kaiserslautern in dieser Saison also weiter warten. Um in Zukunft gegen tiefstehende Gegner punkten zu können, bedarf es neuer Ideen in der Offensive. „Es wird nicht die letzte Mannschaft sein, die so gegen uns gespielt hat“, sagte Trainer Michael Frontzeck und forderte: „Wir müssen ein besseres Passspiel an den Tag legen und besser in die Tiefe kommen.“

„Jetzt heißt es wieder: Stehaufmännchen spielen und uns auf Rostock vorbereiten“, sagte Mittelfeldspieler Jan Löhmannsröben und gab damit die Marschrichtung vor. Das Spiel beim FC Hansa Rostock am kommenden Samstag (14 Uhr/Sky) dürfte den Pfälzern wieder entgegenkommen, da sich der zwei Punkte bessere Konkurrent von der Ostsee kaum vor dem eigenen Tor verbarrikadieren dürfte. Beim erneuten Versuch, sich in die Spitzengruppe zu schieben, wird Linksverteidiger Janek Sternberg nach seiner fünften Gelben Karte fehlen.

Gegen das Cottbuser Abwehrbollwerk zeichnete sich vor 24 005 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion schon früh ein Geduldsspiel ab. Die Lausitzer spielten ihre Stärken aus und überraschten mit ihrer Effizienz. Kapitän Marc Stein köpfte nach einem Standard zur 1:0-Führung (47. Minute), der eingewechselte Lasse Schlüter sorgte nach einem Konter dann für die Entscheidung (76.). „Wir waren blauäugig, wurden an der Nase herumgeführt und haben uns das selbst zuzuschreiben“, kritisierte Löhmannsröben.