| 22:12 Uhr

FCK auf dem Weg zur Rettung

Der Lauterer Innenverteidiger Patrick Ziegler (hinten), hier gegen den Braunschweiger Orhan Ademi, verleiht der FCK-Abwehr Sicherheit und ist zurzeit „gesetzt“. Foto: steffen/dpa
Der Lauterer Innenverteidiger Patrick Ziegler (hinten), hier gegen den Braunschweiger Orhan Ademi, verleiht der FCK-Abwehr Sicherheit und ist zurzeit „gesetzt“. Foto: steffen/dpa FOTO: steffen/dpa
Kaiserslautern. Der 1. FC Kaiserslautern will am Sonntag die letzten Zweifel am Klassenerhalt zerstreuen und in Bielefeld punkten. „Wir sind noch nicht durch“, mahnt Trainer Konrad Fünfstück vor der Partie in Ostwestfalen. dpa/red

Der 1. FC Kaiserslautern will am Sonntag auch die letzten Restzweifel am Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga beseitigen. Mit zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz reist der FCK zu Aufsteiger Arminia Bielefeld .

"Wir dürfen nicht zu viel positiv reden. Wir sind noch nicht durch, dafür müssen wir in Bielefeld punkten", sagte Trainer Konrad Fünfstück am Freitag. Der 35-Jährige vollzog damit eine bemerkenswerte rhetorische Kehrtwende. Denn während der großen Lauterer Krise mit fünf Niederlagen in Serie war es vor allem Fünfstück, der noch immer vieles positiv darstellte. Jetzt gibt er nach dem jüngsten Aufschwung gegen Sandhausen (2:0) und Karlsruhe (0:0) den Mahner: "Bielefeld ist eine gestandene Mannschaft, die bisher eine ordentliche Saison gespielt hat", meinte der Coach.

Zieglers langer Anlauf

Die Hoffnung, aus Ostwestfalen etwas Zählbares mitzunehmen, beruht auch auf Patrick Ziegler, der nach langer Anlaufzeit seinen Platz in der Innenverteidigung der Pfälzer gefunden hat. "Er hat seine Aufgabe gegen den KSC gut gelöst. Mit seiner Ruhe am Ball und seinem guten Aufbauspiel tut er uns im Abwehrzentrum sehr gut", lobt der Trainer und fällt ein interessantes Urteil: "Er ist von der Innenverteidigerposition aktuell nicht wegzudenken."

Unumstrittene Stammkraft - diesem Ziel hechelte Ziegler bei seinem neuen Arbeitgeber lange hinterher. Die Erwartungen in Lautern waren groß, schließlich hatte der Verein 800 000 Euro an Erstliga-Absteiger Paderborn überwiesen, um sich die Dienste des Defensivallrounders zu sichern - doch sein Platz war nach schwachen Einsätzen auf unterschiedlichen Positionen oft die Bank. "Neue Spieler brauchen immer Eingewöhnungszeit. Bei Patrick dauerte es etwas länger, dafür ist er jetzt in den entscheidenden Spielen umso stärker", meinte Fünfstück. "In den letzten beiden Spielen haben wir bewiesen, dass wir auch ohne individuelle Fehler spielen können. Solange wir zu Null spielen, können wir nicht verlieren", sagte Ziegler zur Situation der Pfälzer.

Stöver wohl der Favorit

Personell kann Fünfstück aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten Chris Löwe, Tim Heubach und Sebastian Jacob sind alle FCK-Spieler einsatzfähig.

Bewegung ist auch in die Suche nach einem neuen Sportvorstand gekommen. Mittlerweile deutet immer mehr auf Uwe Stöver von Drittligist Holstein Kiel hin. Der 49-Jährige arbeitete schon einmal als Trainer der zweiten Mannschaft und als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums für den FCK. Die Lauterer wollen ihren neuen Sportchef spätestens im Juni präsentieren.