| 21:51 Uhr

Regionalliga Südwest
Zwei Spieler und drei Punkte verloren

Bemüht, aber glücklos: Patrick Dulleck (rechts) machte gegen die TSG Hoffenheim II viel Betrieb, hatte auch einige gute Möglichkeiten – ein Treffer blieb dem Homburger Stürmer allerdings verwehrt.
Bemüht, aber glücklos: Patrick Dulleck (rechts) machte gegen die TSG Hoffenheim II viel Betrieb, hatte auch einige gute Möglichkeiten – ein Treffer blieb dem Homburger Stürmer allerdings verwehrt. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Homburg. Regionalligist FC Homburg führt gegen die TSG Hoffenheim II 1:0, unterliegt nach Roter Karte gegen Christopher Theisen aber noch mit 1:2. In der Nachspielzeit fliegt auch noch Torwart David Salfeld nach einer Notbremse vom Platz. Von Markus Hagen

Nach fünf Siegen in Folge ist die Serie des FC Homburg gerissen. Der Regionalligist verlor am Samstag gegen die TSG Hoffenheim II mit 1:2 (1:0). Ausschlaggebend war der Platzverweis von Torjäger Christopher Theisen in der 42. Minute. Nach einem angeblichen Stürmerfoul ärgerte sich der 25-Jährige über den Pfiff von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier so sehr, dass er wenig feine Worte in Richtung des Unparteiischen rief. „Leck mich am Arsch“, sagte Theisen und sah dafür Rot. „Nach dem Platzverweis ist das Spiel gekippt“, ärgerte sich Homburgs Trainer Jürgen Luginger über die Undiszipliniertheit. Seine Elf hatte die U23 der TSG Hoffenheim bis dahin gut im Griff gehabt, ohne dabei allerdings spielerisch zu glänzen.

Schon nach sechs Minuten ging der FCH in Führung. Nach einem Foul von Johannes Bender an Mittelfeldspieler Patrick Lienhard verwandelte Innenverteidiger Alexander Hahn den Strafstoß zum 1:0 für die Grün-Weißen. Hoffenheim hatte mehr Ballbesitz und seine einzige Torchance in der ersten Halbzeit mit einem Kopfball von Nicolas Wähling (20.), während auf der Gegenseite die einzige Homburger Sturmspitze Patrick Dulleck zunächst an TSG-Torwart Stefan Drljaca (26.) aus spitzem Winkel scheiterte und dann mit einer akrobatischen Einlage (40.) aus zehn Metern den Ball nicht auf das Gästetor bekam.

„In Unterzahl hatten wir es schwer, mehr nach vorne zu spielen“, erkannte Homburgs Teamkapitän Christian Telch, der für den wegen Rückenproblemen nicht zur Verfügung pausierenden Daniel Di Gregorio in die Startelf gerückt war. Telch hatte mit einem 25-Meter-Aufsetzer (53.), den der Ex-Homburger Jugendspieler Drljaca gerade noch entschärfen konnte, sogar das 2:0 auf dem Fuß. In der Defensive wackelte die Homburger Hintermannschaft nach dem Wechsel immer mehr, auch weil Tim Stegerer Hoffenheims agilen Robin Szarka nicht in den Griff bekam. Robin Hack hatte die nächste Möglichkeit (48.) für die TSG, kurz darauf versemmelte er aus wenigen Metern die nächste Hoffenheimer Chance zum Ausgleich.



In der 55. Minute durch einen sehenswerten Schuss aus gut 25 Metern fast in den Torwinkel durch Stefan Posch war dieser für die Gäste längst verdient. „Wir wollten hinten sicher stehen, aber das war gegen die starken Hoffenheimer in Unterzahl nicht mehr möglich“, meinte Telch. Sein Team hatte sich kaum vom 1:1 erholt, da lagen die Saarländer bereits mit 1:2 zurück. Ein zum Ärger des FC Homburg nicht geahndetes Foul an Dulleck führte zu einem schnellen Hoffenheimer Konter. Meris Skenderovic lief alleine auf David Salfeld zu. Gegen den platzierten Abschluss hatte der Homburger Torwart keine Abwehrchance. In der Nachspielzeit stand Salfeld noch einmal im Blickpunkt. Eine Rückgabe ließ er von seiner Hüfte nach vorne zu Skenderovic abprallen. Salfeld zog vor dem Strafraum die Notbremse und sah dafür ebenfalls Rot. Das Homburg bereits drei Mal gewechselt hatte, schlüpfte Verteidiger Jan Eichmann für die letzten Sekunden ins Torwart-Trikot.

Am gebrauchten Nachmittag für den FC Homburg änderte sich nichts mehr. „Mit Elf gegen Elf wäre das Spiel anders ausgegangen“, war sich Luginger nach dem Schlusspfiff ziemlich sicher.