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FC Homburg deklassiert SVN

 Hier hatte der SVN noch Glück, dass FCH-Torjäger Nils Fischer den Kopfball knapp neben das Gehäuse von Torhüter Thorsten Hodel setzt. Wenig später markierte Patrick Schmidt aber das 1:0.
Hier hatte der SVN noch Glück, dass FCH-Torjäger Nils Fischer den Kopfball knapp neben das Gehäuse von Torhüter Thorsten Hodel setzt. Wenig später markierte Patrick Schmidt aber das 1:0. FOTO: Hagen
Homburg. Der FC Homburg war dem SVN Zweibrücken in allen Belangen überlegen. Das stellte nicht nur SVN-Trainer Adis Herceg fest. Auch die 1451 Zuschauer im Waldstadion überzeugten sich von der Überlegenheit des FCH. Fritz Schäfer

"Wenn man einen Lauf hat, fallen die Tore von allein", sagte Patrick Schmidt noch schnell, bevor der dreifache Torschütze zu den Fans eilte. Der Stürmer musste auf den Zaun, um nach dem souveränen 4:0-(1:0)-Derbysieg des FC Homburg gegen den SVN Zweibrücken das "Humba, Humba tätärä" anzustimmen. Derweil saß der Niederauerbacher Yannick Bach mit gesenktem Kopf auf dem Rasen des Homburger Waldstadions: "Was soll ich groß sagen. Wir haben einfach schlecht gespielt."

"Und dann haben wir auch noch so ein dummes Tor kassiert", ärgerte sich Bach über den Treffer zur Homburger Führung in der 32. Minute. Meik Karwot wollte im eigenen Strafraum Schmidt ausspielen. Doch der Angreifer eroberte den Ball und schoss flach ins lange Eck ein.

Schon bis dahin verpasste der FC Homburg nach Freistößen durch Clement Halet (11./26.) und einer Ecke durch Nils Fischer (17.) knapp die Führung. Mit einem Doppelpass spielten Sebastian Wolf und Giancarlo Pinna in der 36. Minute die Niederauerbacher Abwehr aus. SVN-Torhüter Thorsten Hodel konnte gerade noch gegen Marc Gallego klären. Während die Gastgeber den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen ließen und stets nach vorne spielten, beschränkten sich die Gäste auf die Abwehrarbeit. In der 42. Minute schoss Bruno Gomis nach der ersten Ecke einen abgewehrten Ball erstmals aufs Homburger Tor. Ansonsten ließ die einheimische Defensive gegen schwache Gästeangreifer nichts zu. So verabschiedeten die Homburger Fans ihre Mannschaft mit viel Applaus in die Kabine.

Nach der Pause spielte der SVN etwas mutiger nach vorne. "Aber unsere Defensive funktionierte gut", lobte Homburgs Trainer Jens Kiefer seine Abwehr. Wobei sie auch in der Phase nie vor ernsthafte Probleme gestellt wurde. Gefährliche Angriffe produzierte weiter nur der FC Homburg . So in der 56. Minute, als Tim Stegerer auf Schmidt passte, der Karwot schlecht aussehen ließ und den Ball über Torhüter Hodel ins Tor schoss.

"Dann war die Partie entscheiden", meinte SVN-Trainer Adis Herceg. "Wir hatten einen rabenschwarzen Tag", stellte der Trainer fest. "Ich hoffe, dass es nur ein Tag war." Auch Mittelfeldspieler Bach meinte, dass die Mannschaft vorm nächsten Spiel den Kopf wieder hochnehmen müsse. Herceg erkannte die Niederlage neidlos an: "Homburg war uns in allen Belangen überlegen."

Beim 3:0 durch Pinna (65.) wurde die SVN-Defensive bei einem Einwurf ausgespielt. Der Homburger machte noch einen Haken um Adam Bouzid und hämmerte den Ball aus 20 Metern in den Winkel.

"Steht auf, wenn Ihr Homburger seid", skandierten die Fans auf der Gegengerade und die Tribüne befolgte die Aufforderung. "Das war dann ein richtig souverän herausgespielter Sieg", freute sich Homburgs Trainer Kiefer. Schmidt setzte nach einem Zuspiel von Fischer in der 75. Minute den Schlusspunkt. "Es freut uns, wenn wir von Spieltag zu Spieltag einen Platz nach vorne kommen", meinte Kiefer. Aber es gibt noch keinen Grund zum Träumen." Denn auf der Tribüne wurde schon gerechnet, wie viel Punkte der FCH hinter Elversberg und Saarbrücken steht. Als deren Niederlagen nach dem Spiel auf der Anzeigetafel erschienen, brandete nochmals großer Jubel bei den FCH-Fans auf.

Am kommenden Freitag gastiert der FC Homburg beim Aufsteiger FC Nöttingen, der SVN empfängt einen Tag später die zweite Mannschaft des SC Freiburg im Westpfalzstadion.
Saarbrücken und Elversberg patzen in der Fremde

Kassel/Walldorf. Nach neun Spielen ohne Niederlage hat es den 1. FC Saarbrücken wieder erwischt. Beim KSV Hessen Kassel unterlag der FCS mit 1:2 (0:1). Kassel war wacher, präsenter in den Zweikämpfen und ging durch einen Flachschuss aus 30 Metern in Führung. Nach einer Stunde vergab Sebastian Schmeer die Chance, den Sack zuzumachen. Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich. Nach weitem Schlag von Hohs hatte Dennis Wegner freie Bahn und nutzte dies zum 1:1 (70.). Der FCS hatte nun Oberwasser, doch Patrick Zoundi (75.) und Sven Sökler (85.) nutzen die Konterchancen nicht. In der Nachspielzeit düpierte Kevin Rauhut die aufgerückte FCS-Abwehr und erzielte den 2:1-Endstand.

Auch die SV Elversberg hat am Samstag erneut verloren. Bei Aufsteiger FC Astoria Walldorf kassierte die Truppe von Trainer Willi Kronhardt eine 1:2-Niederlage. "Es ist einfach nur enttäuschend. Ich muss das Ganze zuerst einmal analysieren", sagte Kronhardt nach dem Spiel. Nach der 0:1-Niederlage gegen Homburg und dem 1:1 gegen den SC Freiburg II war es bereits das dritte Spiel in Folge ohne Sieg. cor/leh

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Auf einen Blick

FCH: Buchholz - Gäbler, Halet, Noll, Wolf - Gallego (Schäfer), Stegerer (82. Vaccaro), Fischer, Pinna (73. Grimm) - Schmidt, Kilian.SVN: Hodel - Jungbluth, Banouas, Karwot, Kern (6. Müller) - Bouzid, Bach - Gomis (76. Mbella), Jones, Sommer - Reljic.Tore: 1:0 (32.) Schmidt; 2:0 (56.) Schmidt; 3:0 (65.) Pinna; 4:0 (75.) Schmidt.Gelbe Karten: Kilian, Wolf - Banouas. Schiedsrichter: M. Kühlmeyer (Hohenstein ).Schiedsrichter: 1451. sf



 Fairplay nach dem Abpfiff: SVN-Torwart Thorsten Hodel (rechts) gratuliert FCH-Trainer Jens Kiefer zum Sieg. Foto: maw
Fairplay nach dem Abpfiff: SVN-Torwart Thorsten Hodel (rechts) gratuliert FCH-Trainer Jens Kiefer zum Sieg. Foto: maw FOTO: maw