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Favoriten setzen sich durch

 Philip Wiese setzt sich im ersten Spiel gegen zwei Spieler von Sélestat durch. Die Franzosen gewannen dieses Spiel und das Finale. Foto: Klos
Philip Wiese setzt sich im ersten Spiel gegen zwei Spieler von Sélestat durch. Die Franzosen gewannen dieses Spiel und das Finale. Foto: Klos
Zweibrücken. Eine Bombenstimmung gab es gestern zwar beim Handball-Cup der VTZ-Saarpfalz. Schließlich hatte die Entschärfung der Fliegerbombe in der Zweibrücker Innenstadt dafür gesorgt, dass das Turnier erst um 14.15 Uhr statt bereits um 13 Uhr gestartet werden konnte

Zweibrücken. Eine Bombenstimmung gab es gestern zwar beim Handball-Cup der VTZ-Saarpfalz. Schließlich hatte die Entschärfung der Fliegerbombe in der Zweibrücker Innenstadt dafür gesorgt, dass das Turnier erst um 14.15 Uhr statt bereits um 13 Uhr gestartet werden konnte. Doch die Verantwortlichen holten den Zeitverlust durch eine verkürzte Vorbereitungszeit und eine kürzere Spielpause wieder heraus. Die nur rund 200 Zuschauer, die trotz trübem Wetter und verkaufsoffenem Sonntag den Weg in die Westpfalzhalle fanden, wurden mit spannenden Spielen belohnt. Zahlenmäßig hatten sich die Verantwortlichen allerdings mehr erhofft.Das Finale begann zunächst einseitig, der französische Zweitligist Sélestat zog schnell auf 15:5 (16.) weg, feuerte ein wahres Feuerwerk ab. Zweitligist HG Saarlouis wirkte nach bereits je einem Spiel am Freitag, Samstag und Sonntag sehr müde. Die Saarländer wachten erst spät auf, kamen erst beim 25:28 näher heran. Doch am Ende setzten sich die fitter agierenden Franzosen mit 34:31 (22:16) durch. Armand Freppel war mit 14 Treffern gleichzeitig bester Torschütze des Turniers. Einen Titel gab es doch noch für Saarlouis: Darius Jonczyk wurde zum besten Torhüter des Handball-Cups gekürt. Im Spiel um Platz drei war die VTZ-Saarpfalz zuvor der TSG Haßloch nur knapp mit 27:31 (11:14) unterlegen. Die Zweibrücker waren durch die Schulterverletzung von Andreas Birk im ersten Spiel gehandicapt. Philip Wiese ging deshalb an den Kreis, seine Position im Rückraum Mitte füllte Neuzugang Torben Rixecker aber glänzend aus. Haßloch führt zwar die ganze Zeit, doch die VTZ war immer dran. Über 8:9, 8:13 16:17, 19:20 und 25:27 war es ein spannendes Spiel. Am Ende fehlte den Zweibrücken aber die Konzentration für eine Überraschung gegen den Drittligisten. "Mit einem etwas konsequenteren Spiel wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Aber nach den zwei schnellen Spielen waren die Müdigkeit und der Klassenunterschied erkennbar", analysierte der Vorsitzende der VTZ-Saarpfalz, Manfred Noe.Zuvor hatte sich die HG Saarlouis gegen Haßloch mit 27:20 (12:7) durchgesetzt. Die Saarländer führten fast das ganze Spiel und konterten die Pfälzer immer wieder aus. Bereits im ersten Spiel gegen Sélestat hatte sich die VTZ-Saarpfalz sehr gut verkauft. Die Niederlage fiel mit 33:37 (17:21) recht knapp aus. Die VTZ spielte frech, führte zu Beginn sogar. Erst nach dem 10:10 durch Philip Wiese (12.) gelang es den Franzosen, eine Führung herauszuspielen. Die VTZ blieb aber dran. Überragender Akteur war Raimonds Trifanovs mit zehn Toren. "Die Mannschaft hat sich gut verkauft, auch wenn es noch kleine Abstimmungsprobleme gab. Gegen Sélestat zu spielen, hat riesig Spaß gemacht. Das bringt viel Motivation für die Vorbereitung", sagte Neuzugang Torben Rixecker. dis/uo