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"Fall" Podolski: Ballack sieht noch Gefahren

Frankfurt. Michael Ballack hat die Handgreiflichkeit von Lukas Podolski noch nicht abgehakt, Joachim Löw aber will das Thema auf der Asien-Reise nicht mehr behandeln. Der Bundestrainer hatte auf Konsequenzen für den Bayern-Profi Podolski verzichtet, der beim jüngsten WM-Qualifikationsspiel in Cardiff gegen Wales (2:0) DFB-Kapitän Ballack auf dem Spielfeld eine Ohrfeige verpasst hatte

Frankfurt. Michael Ballack hat die Handgreiflichkeit von Lukas Podolski noch nicht abgehakt, Joachim Löw aber will das Thema auf der Asien-Reise nicht mehr behandeln. Der Bundestrainer hatte auf Konsequenzen für den Bayern-Profi Podolski verzichtet, der beim jüngsten WM-Qualifikationsspiel in Cardiff gegen Wales (2:0) DFB-Kapitän Ballack auf dem Spielfeld eine Ohrfeige verpasst hatte. Ballack schloss in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) mögliche Nachwirkungen nicht aus: "Wenn der Respekt beschädigt wird und das konsequenzlos bleibt, muss man erst noch sehen, ob das unsere Mannschaft von der Leistung, der Kollegialität und dem Umgang miteinander beeinflussen wird." Ein Aufeinandertreffen von Ballack und Podolski wird es bei den letzten Saison-Länderspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht geben, da der Wahl-Engländer mit dem FC Chelsea am Samstag gegen den FC Everton das englische Pokalfinale bestreitet. Ballack bezeichnete es als "in Ordnung", dass sich Podolski beim ihm entschuldigt hatte. Ob er weitere Konsequenzen für den zum 1. FC Köln gewechselten Stürmer erwartet habe, ließ Ballack offen: "Konsequenzen liegen nicht in meiner Macht. Das müssen die Verantwortlichen tun. Ich bin nur Spieler, auch als Kapitän." "Selbstverständlich werden wir beim nächsten Länderspiel in Aserbaidschan im August, wenn Michael Ballack wieder dabei ist, noch einmal ein gemeinsames Gespräch führen", betonte Bundestrainer Joachim Löw. dpa