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Tennis
Ex-Trainer Ferrero wirft Zverev fehlende Disziplin vor

Acapulco. Scharfe Kritik an der deutschen Tennis-Hoffnung.

Unmittelbar vor den prestigeträchtigen Hartplatz-Turnieren in Indian Wells und Miami findet sich die deutsche Tennis-Hoffnung Alexander Zverev plötzlich in einem Streit mit seinem Ex-Trainer Juan Carlos Ferrero wieder. Nachdem Zverev den spanischen Ex-Profi beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco für dessen Menschenführung kritisiert hatte, wehrte sich Ferrero am Samstag in einer offiziellen Stellungnahme.

Darin warf der Spanier Zverev einen Mangel an Disziplin vor. „Ich hatte von ihm vor allem Respekt gegenüber dem Team verlangt“, betonte Ferrero: „Ich hatte ihn unter anderem gebeten, pünktlicher zu sein, und darauf hingewiesen, dass es nicht gut war, dass er Tag für Tag 20 oder 30 Minuten zu spät zum Training kam.“ Ein wenig mehr Disziplin hätte Zverev dabei geholfen, sein Tennisspiel zu verbessern. „Mir bleibt die Erfahrung, ihm zu seinen ersten beiden Masters-Erfolgen verholfen zu haben: In Rom habe ich ihn per Telefon beraten, in Montreal dann persönlich.“

Zverev hatte dem Spanier angekreidet, dass dieser versucht habe, ihn auf dem Platz zu disziplinieren. „Ferrero ist halt aus einer anderen Schule“, hatte der Weltranglisten-Fünfte betont. „Er ist in Spanien aufgewachsen, wo der Trainer der Gott ist. Und wenn der Trainer sagt: Ruhe, dann bist du ruhig für die nächsten zwei Stunden. Mit meiner Persönlichkeit ist das schwer“, sagte Zverev in Mexiko.



Der Hamburger hatte sich nach den Australian Open von Ferrero getrennt. Danach hatte es Spekulationen über ein Engagement von Boris Becker gegeben. Doch beide Seiten erklärten, dass es dazu in nächster Zeit nicht kommen werde. Stattdessen wird Zverev weiter von seinem Vater trainiert. Beim Turnier in Acapulco musste sich Zverev im Halbfinale dem späteren Sieger Juan Martin del Potro geschlagen geben. Das Masters in Indian Wells beginnt am Donnerstag.