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Ex-FCK-Profi Sforza spricht in Interview von psychischen Problemen

Wohlen. Der ehemalige Bundesliga-Profi Ciriaco Sforza hat in einem bewegenden Interview über psychische Probleme berichtet. Nach seiner Zeit bei Grasshopper Zürich 2012 sei er "platt" gewesen, "total ausgelaugt, es ging nicht mehr", sagte er dem "Tagesanzeiger" in seiner Schweizer Heimat. sid

"Meine Kraft war aufgebraucht, ich benötigte zwingend eine Auszeit. Das Ganze hatte mich krank gemacht", sagte der 44-Jährige, der in Deutschland lange für den 1. FC Kaiserslautern spielte. Die Trennung von den Grasshoppers sei am Ende "eine echte Erlösung" gewesen: "Als die Zeit zu Ende war, unternahm ich oft lange Spaziergänge. Und unterwegs flossen die Tränen, einfach so. Meine Gefühlswelt war zu diesem Zeitpunkt völlig durcheinander." Zudem habe er "ständig Angst" gehabt, "dass mir etwas zustoßen könnte, dass mein Herz versagen würde und niemand in meiner Nähe wäre." Heute gehe es ihm "sehr gut", berichtete Sforza, der als Trainer mit seinem Heimatverein FC Wohlen sensationell vor dem Aufstieg in die 1. Schweizer Liga steht.

"Mein Leben hat neu angefangen, ich bin voller Energie. Geist und Körper wissen, in welche Richtung es gehen soll. Ich habe gelernt, dass ich auf meinen Bauch hören muss, auf meinen Verstand - und sicher nicht mehr auf Leute, auf die ich in der Vergangenheit zu oft hörte."