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Fußball
In der Europa League geht es jetzt um jeden Punkt

London. Eintracht Frankfurt tritt zum Vorrunden-Topspiel beim FC Arsenal an. Eine Niederlage könnte bereits das Aus bedeuten. sid

Tiefhängende Wolken, leichte Regenschauer, zehn Grad Celsius: Zumindest das typisch britische Wetter erinnerte die Frankfurter Reisegruppe am Mittwoch schon mal an den Europa-League-Höhenflug vor einem halben Jahr. Für die bevorstehende Herkules-Aufgabe der Eintracht also beste Voraussetzungen.

„Wir müssen zurück zu unseren Wurzeln. Wir müssen wieder das auf den Platz bringen, was uns stark macht“, sagt Trainer Adi Hütter vor dem nächsten Kracher in London an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL und DAZN). Zwar geht es dann nicht wie im Halbfinale der Vorsaison am 9. Mai gegen den späteren Cup-Sieger des FC Chelsea, aber gegen den FC Arsenal um Pierre-Emerick Aubameyang oder David Luiz „hängen die Trauben auch sehr hoch“.

Hütter hätte deshalb vom Team mit dem 2014er-Weltmeister Mesut Özil schwärmen und all die weiteren Stars des Kaders aufzählen können. Viel dringender war für den Österreicher aber der Blick auf die eigenen Spieler – denn die zeigten zuletzt zu selten ihre heroische und gefürchtete Gestalt aus aufopferungsvollem Kampf, Tempofußball und eiskalter Chancenverwertung. Vor allem die jüngste Bundesliga-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (0:2) stimmte Hütter nachdenklich, er zeigte aber teilweise auch Verständnis für die maue Leistung: „Wenn man 31 Spiele bis zur Winterpause hat, ist es nicht leicht, immer das Feuer zu entfachen.“



Nun müssen die Hessen aber zuschlagen. Die Situation in Gruppe F ist zu prekär, um sich auf die Rechenspiele am letzten Spieltag und Patzer der Konkurrenten zu verlassen. Im Falle einer Niederlage droht der Eintracht das Aus. Auch für Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach und den VfL Wolfsburg wird es jetzt heiß. Niederlagen sind nicht erlaubt, ein Sieg könnte schon die Qualifikation für das 1/16-Finale bedeuten. Gladbach spielt beim Wolfsberger AC, gegen den das Hinspiel im heimischen Stadion nach einem blamablen Auftritt mit 0:4 verloren ging, der VfL beim FC Oleksandriya (beide 18.55 Uhr).