| 00:24 Uhr

Europa League
Frankfurt berauscht sich selbst

Leverkusen/Frankfurt. Die Eintracht besiegt Lazio Rom mit 4:1. Auch Leverkusen und Leipzig gewinnen. sid

Eintracht Frankfurt nimmt nach einem berauschenden Europapokalabend Kurs auf die Zwischenrunde der Europa League. Der Fußball-Bundesligist gewann gestern Abend gegen Lazio Rom sein erstes internationales Heimspiel seit 1680 Tagen 4:1 (2:1) und führt die Gruppe H mit der Maximalausbeute von sechs Punkten an. Die überforderten Gäste aus Italien beendeten die Partie zu neunt.

Danny da Costa (4. und 90.+4), Filip Kostic (28.) und Luka Jovic (52.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw für die Eintracht. Marco Parolo (23.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Roms Dusan Basta sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (45.+3), sein Teamkollege Joaquin Correa nach hartem Einsteigen im Mittelfeld glatt Rot (58.).

Bayer Leverkusen hinkt derweil den eigenen Ansprüchen weiter hinterher. Nur mit Ach und Krach gewann die Werkself gestern ihr zweites Gruppenspiel in der Europa League gegen Außenseiter AEK Larnaka mit 4:2 (1:1). Unter dem Bayer-Kreuz wird nach der über weite Strecken leblosen Vorstellung gegen Zyperns Pokalsieger die Luft für Trainer Heiko Herrlich immer dünner. Mit Ralph Hasenhüttl (zuletzt RB Leipzig) steht angeblich schon ein Nachfolger in den Startlöchern.



AEK-Kapitän Ivan Trickovski brachte den Außenseiter in der 25. Minute überraschend in Führung. Doch Kai Havertz (44.) mit seinem dritten Saisontreffer im laufenden Wettbewerb, Lucas Alario mit einem Doppelpack (49. und 88.) und Julian Brandt (90.+2) bewahrten Bayer anschließend trotz des zweiten Gästetors durch Dimitris Raspas (90.+1) vor einer Blamage.

RB Leipzig hat derweil Wiedergutmachung für die Pleite im „Dosen-Duell“ gegen Red Bull Salzburg betrieben. Der Fußball-Bundesligist gewann gestern sein Auswärtsspiel beim harmlosen norwegischen Rekordmeister Rosenborg Trondheim völlig verdient mit 3:1 (1:0). Stürmer Jean-Kevin Augustin, der sich gegen Salzburg (2:3) noch Undiszipliniertheiten geleistet hatte und intern für ein Spiel suspendiert worden war, erzielte mit einer sehenswerten Aktion das 1:0 (12.). Danach trafen Ibrahima Konaté (54.) und Matheus Cunha (61.). Trondheims Tor durch Issam Jebali (79.) gefährdete den Erfolg der Sachsen nicht.