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1. FC Kaiserslautern
Viel Aufwand, wenig Ertrag für den FCK

Kaiserslautern. Der Fußball-Drittligist bleibt auch im vierten Rückrundenspiel gegen Münster sieglos. Der erhoffte Aufstieg rückt in weite Ferne. dpa

Die Euphorie rund um den 1. FC Kaiserslautern scheint schon wieder verflogen. Auch im vierten Rückrundenspiel blieb der Fußball-Drittligist sieglos und musste sich gegen Abstiegskandidat Preußen Münster am Samstag mit einem 1:1 (1:1) begnügen. „Vom Aufstieg brauchen wir momentan nicht mehr zu reden“, stellte FCK-Flügelspieler Simon Skarlartidis klar.

Unter lautstarken Pfiffen von den Tribünen verabschiedeten sich die enttäuschten Lauterer vom Rasen des Fritz-Walter-Stadions. Es herrschte Frust – auf den Rängen wie bei den Spielern. Die anvisierte Aufholjagd auf die oberen Tabellenplätze droht schon früh in der Rückrunde zur unmöglichen Aufgabe zu geraten. „Wir stehen in der Tabelle nicht zu Unrecht da. Es zählen nur Siege und Punkte. Die müssen wir jetzt holen“, sagte Skarlatidis nach dem Sturz in die untere Tabellenhälfte – als Dreizehnter sind die Roten Teufel nun bereits neun Punkte vom Aufstiegs-Relegationsplatz entfernt, den derzeit die Spielvereinigung Unterhaching mit 40 Zählern inne hat.

Vor 18 332 Zuschauern biss sich der FCK am Abwehrbollwerk der Gäste die Zähne aus, ließ die letzte Konsequenz vermissen. „Münster hat den Bus geparkt. Wir hätten diese destruktive Spielweise einfach bestrafen müssen“, betonte FCK-Trainer Boris Schommers. Doch zunächst sah es so aus, als könnte Münster um den EX-FCK-Trainer und gebürtigen Lautrer Sascha Hildmann auf dem Betzenberg sogar die Überraschung gelingen.



Der Tabellen-Achtzehnte setzte vereinzelt gefährliche Nadelstiche und ging durch Luca Schnellbacher in Führung (21.). Christian Kühlwetter glich zwar kurz darauf aus (27.), doch in der Folge gingen die Lauterer einmal mehr äußerst fahrlässig mit ihren guten Möglichkeiten um. Flroian Pick traf nur die Latte und Hendrick Zuck hatte das 2:1 auf dem Fuß, die Fan den Torjubel schon auf den Lippen. Doch Zuck zog den Ball aus drei Metern drüber. „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Außer, dass wir nicht effektiv vorm Tor waren“, sagte Boris Schommers ernüchternd. Nach einer Roten Karte für Hikmet Ciftci (78./Notbremse) beendete der 1. FC Kaiserslautern die Partie dann auch noch mit zehn Spielern. Davon profitieren konnte Münster nicht mehr.

Am kommenden Samstag steht für die Lauterer die Reise zum Tabellenfünften Eintracht Braunschweig auf dem Programm. Sollte die Schommers-Elf dort nicht in die Erfolgsspur zurückfinden, dürfen die Aufstiegshoffnungen für Fans und Verein wohl endgültig begraben werden.