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Fußball-Bundesliga
530 torlose Minuten bringen Gomez nicht aus der Ruhe

Mario Gomez ist von seinem Torriecher weiter überzeugt. 
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Mario Gomez ist von seinem Torriecher weiter überzeugt. Foto: dpa FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Stuttgart. Der VfB Stuttgart setzt voll auf den Ex-Nationalspieler. dpa

Mindestens zwei Menschen beim VfB Stuttgart sind überzeugt von Mario Gomez’ Qualitäten als Torjäger. Der eine ist Trainer Markus Weinzierl, unter dem der Ex-Nationalspieler in sechs Spielen noch gar nicht getroffen hat, aber jedes Mal in der Startelf stehen durfte. Der andere ist Gomez selbst. Der 33-Jährige sagt: „Ich weiß, dass ich immer treffe – früher oder später.“

Beim Anpfiff am Sonntagabend (18 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach beträgt die torlose Zeit in der Fußball-Bundesliga 530 Minuten. Gomez lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. „Es gehört zum Leben eines Stürmers dazu, dass der Ball nicht reingeht“, sagt er und spricht aus Erfahrung. In seiner Karriere hatte er schon fünf Mal eine Phase mit mindestens sechs Bundesliga-Partien ohne eigenes Tor.

Kritiker ziehen ihre Argumente aber auch aus dem Gesamteindruck, den Gomez derzeit auf dem Spielfeld macht. Zu alt, zu langsam, der Torriecher weg – dieser Eindruck ist nachvollziehbar, wenn man ihn auf dem Platz sieht. Nur: Seine Werte belegen diese gefühlte Wahrheit nicht. Pro 90 Minuten läuft der Angreifer in dieser Saison im Schnitt 9,6 Kilometer, in der Hinrunde 2016/2017 waren es 9,7 Kilometer. Die Zahl der Zweikämpfe und die Quote der gewonnenen Duelle hat sich kaum verändert.



„Ich spiele jetzt ja nicht, weil ich irgendwann mal gut gespielt habe, sondern weil der Trainer denkt, dass ich entscheidend sein kann“, sagt Gomez. Weinzierl stellt den Mann, der nach 310 Bundesligaspielen mit 166 Toren noch immer auf die beeindruckende Quote von 0,54 Toren pro Partie kommt, ohnehin nicht infrage: „Wenn man so eine Quote hat, wird das auch wieder so sein.“