| 23:26 Uhr

FSV Mainz 05
Trainer Schwarz fordert gegen Bayern maximale Bereitschaft

Neuzugang Anthony Ujah brennt auf seinen ersten Starteinsatz für die Mainzer.
Neuzugang Anthony Ujah brennt auf seinen ersten Starteinsatz für die Mainzer. FOTO: Carmen Jaspersen / dpa
Mainz. Zur närrischen Zeit würde ein Heimsieg bestens passen, selbst wenn die Bayern zu Gast sind. Dies gelang letztmals 2011 gegen den Rekordmeister.

() Mit relativer Gelassenheit geht Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 an diesem Samstag (15.30 Uhr) ins Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer Bayern München. „Wie die Bayern haben auch wir eine hohe Erwartungshaltung“, sagte Trainer Sandro Schwarz im Vorfeld der Partie. Der 39-Jährige richtet den Blick aber nicht so sehr auf das Ergebnis gegen den übermächtigen Gegner. „Mir geht es um unsere Leistung, um die Mentalität und Emotionalität. Wir müssen die maximale Bereitschaft zeigen und eine besondere Atmosphäre schaffen“, erklärte der 05-Coach. Wenn das gelinge, werde das Team Selbstvertrauen für den harten Abstiegskampf gewinnen.

In den sozialen Netzwerken ergießt sich über Schwarz und Sportvorstand Rouven Schröder derzeit viel Häme. Seit dem Wiederaufstieg 2009 standen die Mainzer nie auf einem Abstiegsplatz. Viele Fans sind daher enttäuscht über die sportlich prekäre Situation und fordern sogar den Rücktritt von Schwarz und Schröder. „Es ist nicht immer leicht, das zu ertragen. Man braucht Herzblut, die Bundesliga darf nie Normalität für uns sein, wir dürfen nie ein normaler Club sein. Das sollten alle verinnerlichen“, sagte Schwarz in einem leidenschaftlichen Statement.

Der Mainzer Trainer ist zuversichtlich, nach der Verschlankung des Kaders für den Rest der Saison gerüstet zu sein. Sechs Abgängen stehen die beiden Zugänge Anthony Ujah und Nigel de Jong gegenüber. „Die Mannschaftsgröße ist jetzt optimal“, erklärte Schwarz. Unzufriedenheit könne es zwar immer noch geben, doch rät der Übungsleiter jedem, Eitelkeiten hinten anzustellen. „Das Vertrauen in die Spieler spielt eine große Rolle“, betonte Schwarz.



Auf eine taktische Marschroute gegen die Bayern hat er sich noch nicht festgelegt. „Änderungen sind möglich“, meinte der 39-Jährige. Bis auf René Adler, der noch reduziert trainiert, stehen alle Profis zur Verfügung. De Jong wird wieder im defensiven Mittelfeld agieren. Für den Niederländer kommt es zum Wiedersehen mit Arjen Robben. Beide wurden 2010 mit „Oranje“ gemeinsam Vize-Weltmeister.

Beim 0:2 in Leverkusen konnte die Defensive weitgehend überzeugen, doch in den Umschaltaktionen blieben die Mainzer alles schuldig. „Das müssen wir viel besser machen“, forderte Schwarz. Ob damit auch personelle Wechsel einhergehen, ließ er offen. Neuzugang Ujah jedenfalls brennt auf seinen Einsatz von Beginn an. Die 05er können es sich eigentlich auch nicht leisten, einen knapp vier Millionen Euro teuren Spieler dauerhaft auf der Bank schmoren zu lassen.

Die Partie gegen den Rekordmeister ist der Auftakt für eine schwere englische Woche. Am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) geht es für die Mainzer beim Nachbarn Eintracht Frankfurt um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Am folgenden Samstag wartet für die chronisch auswärtsschwachen 05er, die seit 16 Spielen ohne Sieg in der Fremde sind, mit der TSG 1899 Hoffenheim die nächste hohe Hürde.

(dpa)