| 23:13 Uhr

Mainz 05
Starke Leistung gegen Bayern Mutmacher für Mainz

Mainz. (dpa) Im Sinkflug Richtung 2. Liga hat der FSV Mainz 05 ein starkes Lebenszeichen gesendet. „Wir stellen die gute Leistung in den Vordergrund. Die Bilder von heute sind der Maßstab für morgen“, sagte Trainer Sandro Schwarz nach dem 0:2 (0:2) gegen Rekordmeister Bayern München. Auf Kampf gepolt ist auch Rouven Schröder. „Die Saison ist noch nicht vorbei. Wir lassen uns nicht ablenken von Schwarzmalerei“, betonte der Sport-Vorstand und wertete den erstmaligen Rückfall auf den Abstiegsrelegationsplatz in der Fußball-Bundesliga als Momentaufnahme: „Das interessiert uns überhaupt nicht.“

Trotz aller markigen Worte saß der Frust tief. Auch das Lob von Bayerns Trainer-Guru Jupp Heynckes („Kompliment an die Mainzer Mannschaft für ihre Leistung“) heiterte die Stimmung nicht auf. „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben und null Punkte“, grantelte Schröder. „Wir haben ein Topspiel gemacht. Es ist wohl die Qualität der Bayern, dass sie auch schlechte Spiele gewinnen“, befand Kapitän Stefan Bell. „Wir haben nicht viel falsch gemacht, das Wenige verzeihen die Bayern aber nicht“, sagte der einmal mehr überzeugend auftrumpfende Abdou Diallo.

18:13 Torschüsse gegen den souveränen Tabellenführer, bessere Laufwerte und mehr gewonnene Zweikämpfe sind gut fürs Gemüt und unterstreichen, dass die Mainzer Bundesliga-Qualität besitzen. Das überzeugte die 05-Fans in der mit 34 000 Zuschauern ausverkauften Arena. Was fehlt, ist Konstanz, auch vor dem Tor. „Die Bayern haben einfach die individuelle Qualität“, sagte Gerrit Holtmann zu den entscheidenden Treffern von Franck Ribery (32. Minute) und James Rodriguez (44.).

Gleich dreimal führt der Mainzer Weg nun in fremde Stadion. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) geht es mit dem Fan-Slogan „Helau ihr Adler gebt fein acht, wir bringen euch die Fassenacht“ beim Nachbarn Eintracht Frankfurt um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Am Samstag folgt der Liga-Auftritt bei der TSG 1899 Hoffenheim, gefolgt vom Ausflug nach Berlin zu Hertha BSC.