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Bundesliga
Freiburgs Serie mit 1:2 in Hannover beendet

Hannovers Waldemar Anton (2. vl) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit seinen Teamkollegen. Foto: Peter Steffen
Hannovers Waldemar Anton (2. vl) bejubelt sein Tor zum 1:0 mit seinen Teamkollegen. Foto: Peter Steffen FOTO: Peter Steffen
Hannover. Hannover 96 hat die Erfolgsserie des SC Freiburg beendet. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist schlug am Samstag die zuvor neun Mal unbesiegten Freiburger mit 2:1 (1:0). Von Michael Rossmann, dpa

Nach dem Ende der Freiburger Erfolgsserie schüttelte Christian Streich den Kopf.

„Wir rennen jedes Mal hinterher, aber das kannst du nicht immer korrigieren“, klagte der Trainer nach der 1:2 (0:1)-Niederlage bei Hannover 96: „Wir müssen mehr Effizienz haben.“ Zuvor war sein Team in neun Spielen ohne Niederlage geblieben.

Der niedersächsische Fußball-Bundesligist liegt als Neunter nun schon sechs Punkte vor den abstiegsgefährdeten Gästen aus dem Breisgau, die ihr 600. Bundesligaspiel bestritten. „Wir sind alle sehr erleichtert“, kommentierte Andre Breitenreiter: „Nach zwei Spielen, in denen wir besser waren, aber nur einen Punkt geholt haben, war das wichtig.“



Für die nach mehreren Monaten Stimmungs-Boykott erstmals wieder von den Ultras angefeuerten Gastgeber trafen Waldemar Anton (28. Minute) und Felix Klaus (54.). Das späte Tor für die Freiburger schoss Manuel Gulde (88.).

Auf dem neu verlegten Rasen zeigten beide Mannschaften vor 37.800 Zuschauern eine kampf- und laufintensive Vorstellung. Anders als vor knapp zwei Wochen bei der Partie gegen Wolfsburg ließ der Untergrund ein ordentliches Passspiel zu. Der Schwerpunkt dieser an Torchancen armen Begegnung lag indes weniger auf Technik, sondern mehr auf Taktik und Einsatz.

Hannover war bei ähnlicher Grundausrichtung die mutigere Mannschaft. Der Gastgeber stand hinten sicher mit umgebauter Abwehr und dem ins Mittelfeld vorgerückten Anton. Nach vorne suchte 96 meist den Weg über Außen. Die Freiburger überzeugten nur mit Einsatzbereitschaft und Engagement. Die Gäste attackierten früh und versuchten so, den Spielaufbau der Gastgeber zu stören. Das klappte in der ersten Hälfte oft, später weniger. „Als es besser wurde, kriegen wir das 2:0“, sagte Streich.

Das Spiel nach vorne ließ bei den Freiburgern zu wünschen übrig. Das Umschaltspiel klappte nur selten. Nach dem Seitenwechsel stellte SC-Coach Christian Streich von Fünfer- auf Vierer-Abwehrkette um. Doch schon neun Minuten später erzielte der Ex-Freiburger Klaus nach Konter über Ihlas Bebou das zweite 96-Tor. Danach war Hannover einem weiteren Treffer nahe, aber Gulde erzielte noch den Ehrentreffer.

Nach mehreren Monaten herrschte wieder durchgehend Fußball-Stimmung im Stadion. Auch der harte Kern der Fans auf der Nordtribüne feuerte das Heimteam an und bejubelte die Aktionen auf dem Rasen. „Schön, dass uns das ganz Stadion supportet hat“, sagte 96-Torwart Philipp Tschauner. Nach Abpfiff gab es aber auch Pfiffe. Offensichtlich war der Dank der Mannschaft, die Abstand zur Kurve hielt, den Ultras nicht groß genug.

Die 96-Ultras haben den im August vergangenen Jahres beschlossenen Stimmungsboykott zumindest vorerst beendet. Sie reagierten darauf, dass die vom Vereinsvorsitzenden Martin Kind geplante Übernahme der Anteilsmehrheit beim Bundesligisten derzeit auf Eis gelegt ist.

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