| 23:16 Uhr

Mainzer Auswärtsfluch
Seit elf Monaten ohne Auswärtssieg

Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz dürfte kräftig grübeln, wie sein Team endlich den Auswärtsfluch besiegen kann.
Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz dürfte kräftig grübeln, wie sein Team endlich den Auswärtsfluch besiegen kann. FOTO: Andreas Arnold / dpa
Mainz. Es wird Zeit für den FSV Mainz. Ein Jahr ohne Auswärtssieg: Deses mögliche Datum rückt immer näher. Da ist es gut, dass es an diesem Sonntag nach Leverkusen geht. Dort gelang der vorerst letzte Sieg der 05er in der Fremde.

(dpa) Erst gegen den Tabellenzweiten, danach gegen den Spitzenreiter: Für Mainz 05 kommt es in der Fußball-Bundesliga in diesen Wochen knüppeldick. Da traf es sich gut, dass der FSV am vergangenen Spieltag mit dem 3:2-Sieg gegen den VfB Suttgart wieder für etwas Beruhigung vor den beiden schweren Spielen bei Bayer 04 Leverkusen an diesem Sonntag (15.30 Uhr/Sky) und gegen den FC Bayern München am Wochenende darauf sorgte. „Mit Statistiken kenne ich mich nicht so gut aus. Aber ich weiß, dass wir da eine gute Quote haben“, sagte Trainer Sandro Schwarz vor dem Spiel in Leverkusen. Dort feierten die Mainzer vor elf Monaten ihren vorerst letzten Auswärtssieg in Liga eins (2:0). Und gegen Bayer 04 gewann man auch das Hinspiel (3:1).

Tabellarisch sind die Rollen trotzdem klar verteilt. Nach dem 4:1 in Hoffenheim steht die Werkself auf dem zweiten Platz. Mit 31 Punkten ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz allerdings geringer als der Rückstand auf den FC Bayern (47). „Leverkusen hat eine beeindruckende Offensive. Da brauchen wir Mentalität und dürfen die nicht ins Tempo kommen lassen“, sagte Schwarz. Man wolle fighten und alles für eine Topleistung in die Waagschale werfen. „Gegen drei Punkte habe ich nichts einzuwenden“, meinte der 05-Coach. „Leverkusen nutzt jetzt die Chancen besser. Aber auch wir bieten mehr Torgefahr. Diese Entwicklung wollen wir fortsetzen.“

René Adler könnte an diesem Sonntag an alter Wirkungsstätte erstmals seit drei Monaten wieder im Kader auftauchen. Seit einer Woche ist der ehemalige Leverkusener wieder im Torwarttraining. „Aber bei Spielformen ist er noch nicht dabei“, erklärte Trainer Schwarz. Dennoch erscheint es nicht ausgeschlossen, dass der Ex-Nationalspieler zumindest auf der Bank sitzt. „Er wird wohl nicht auf dem Feld stehen“, meinte der 05-Coach kryptisch und hofft, dass René Adler nach seiner schweren Muskel- und Sehnenverletzung schnell zu alter Form zurückfindet. „Aber Ungeduld haben wir nicht, Robin Zentner hat unser Vertrauen“, betont der Mainzer Trainer.



In der Abwehr wird Schwarz wieder auf eine Dreierkette mit Jean-Philippe Gbamin, Abdou Diallo und Alex Hack setzen. Vize-Kapitän Stefan Bell scheint derzeit das Nachsehen zu haben. „Aber er macht Fortschritte“, sagte Schwarz.

Sport-Vorstand Rouven Schröder betonte am Freitag noch einmal, dass Diallo in Mainz bleiben werde. „Das waren nur Spekulationen“, sagte er über einen möglichen Wechsel des Franzosen zum FC Arsenal. Dem Ende der Transferzeit am 31. Januar blickt der 05-Sportchef entspannt entgegen. „Es ist derzeit nicht viel los. Aber wir machen unsere Hausaufgaben. Ausschließen kann man wie immer nichts“, so Schröder.

(dpa)