| 22:50 Uhr

1. Fußball-Bundesliga
Schalke nach Arbeitssieg gegen Union auf Platz zwei

 Ein später Treffer von Suat Serdar (r.) brachte Schalke den Sieg.
Ein später Treffer von Suat Serdar (r.) brachte Schalke den Sieg. FOTO: AP / Martin Meissner
Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 hat Favoritenschreck 1. FC Union Berlin mit einem späten Tor entzaubert und vorerst den Sprung auf den zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga geschafft. Zum Auftakt des 13. Spieltags gelang den Königsblauen gestern Abend allerdings nur ein schwer erkämpfter 2:1 (1:1)-Sieg gegen den erneut starken Neuling der Fußball-Bundesliga.

Nach der Führung der Hausherren durch Benito Raman in der 23. Minute glichen die Gäste durch einen diskussionswürdigen Foulelfmeter aus, den Marcus Ingvartsen in der 36. Minute verwandelte. In der 86. Minute traf Suat Serdar aus 15 Metern ins rechte Eck zum ersten Schalker Heimsieg nach zuvor drei Remis.

Den Sprung an die Tabellenspitze verpassten die Gelsenkirchener dennoch. Dafür hätten sie mit vier Toren Unterschied gewinnen müssen. Mit 25 Punkten zogen sie aber gleich mit Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach.

Der Neuling aus Köpenick, der schon Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach geschlagen hatte, legte auf Schalke gleich richtig los. Schalkes Torwart Alexander Nübel spielte bei einem völlig verunglückten Abschlag vor
61 837 Zuschauern in der Veltins-Arena den Ball vor die Füße von Ingvartsen. In dessen anschließenden Schuss warf sich Matija Nastasic, der Ball verfehlte das Tor knapp. Damit nicht genug, Union machte weiter Druck. Nur drei Minuten nach der ersten Torchance zog Marius Bülter ab. Nübel klärte mit dem Unterarm. Von Schalke war bis dahin noch nichts zu sehen.



Von der Führung hielt die Hausherren das aber nicht ab. Nach einer Hereingabe in den Strafraum der Gäste legte Ozan Kabak den Ball per Kopf auf Raman ab, der freistehend mit einem krachenden Volleyschuss erfolgreich war.

Für Diskussionen sorgte dann allerdings die Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Schlager, nach einer Aktion von Nastasic gegen Robert Andrich an der 16-Meter-Linie auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Ein grober Körperkontakt war nicht zu erkennen, der Video-Referee griff aber auch nicht ein.

Schalkes Trainer David Wagner musste in der Pause die richtigen Worte gefunden haben, seine Mannschaft trat nun dominanter auf. Die erneute Schalker Führung schien nur eine Frage der Zeit, die Eisernen wurden müde. Dennoch stand es kurz vor Schluss 1:1 – aber dann schlug Schalkes Serdar Serdar doch noch zu.