| 22:44 Uhr

Mainz 05
Sandro Schwarz puzzelt an der Startelf

 Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz muss gegen Augsburg personell variieren.
Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz muss gegen Augsburg personell variieren. FOTO: dpa / Patrick Seeger
Mainz. Die Statistik ist eindeutig. Von den letzten sechs Begegnungen gegen den FC Augsburg gewann der FSV Mainz 05 fünf Spiele, eine Partie endete mit einem Remis. Die letzte Niederlage liegt bereits mehr als vier Jahre zurück.

(dpa) Sandro Schwarz hat wie seine Profis hohe Erwartungen. „Ein extrem wichtiges Spiel, in dem wir das richtige Ergebnis ziehen müssen. Das ist das Ziel von uns allen“, sagte der Trainer des FSV Mainz 05 vor dem Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg. Für das richtige Ergebnis soll es drei Punkte gegeben. „Wenn wir Leistung abrufen, klappt es mit dem Sieg“, ist sich der 39-Jährige sicher.

Ähnlich klangen die Aussagen vor dem letzten Auswärtsspiel beim SC Freiburg, das mit 1:2 verloren wurde. Augsburg brachte vor eigenem Publikum dem VfL Wolfsburg mit dem Ex-Mainzer Martin Schmidt auf der Trainerbank die erste Niederlage (2:1) bei. „Die Handschrift von Coach Manual Baum ist klar erkennbar, wir werden unsere ganze Energie brauchen“, lobte Schwarz und forderte vor allem für die häufigen Flanken des FCA hohe Konzentration ein. „Es wird ein von Zweikämpfen betontes Spiel.“ Mit 19 Punkten belegen die Augsburger einen gesicherten Mittelfeldplatz.

Mit der Heimstärke im Rücken und drei Punkten könnten die Mainzer nahezu zu den Augsburgern aufschließen. 13 der bisher 15 Punkte gewannen die 05er in der eigenen Arena. In der Hinrunde gibt es danach nur noch eine Chance gegen Borussia Dortmund, um die Heimbilanz aufzuhübschen.



Einem Puzzle ähnelt die Zusammenstellung der Startelf. „Mal sehen, wie wir das zusammenstellen“, meinte Schwarz. Giulio Donati kehrt als feste Größe nach abgesessener Rot-Sperre auf seinen abgestammten Platz auf der rechten Außenbahn zurück. Daniel Brosinski könnte damit wieder nach links rücken. In Freiburg zeigte auf der Position Gerrit Holtmann eine gute Leistung. „Er kann aber auch eine Position nach vorn rücken“, gab Schwarz zu bedenken.

Die Rückkehr von Abdou Diallo zeichnet sich dagegen nicht ab. Der junge Franzose wird weiter von einer Kniereizung behindert. Alexander Hack erwies sich als guter Vertreter, auch Leon Balogun steht trotz seiner Blessuren zur Verfügung. Niko Bungert musste das Training wegen muskulärer Probleme abbrechen. Im Mittelfeld hat Jean-Philippe Gbamin nach seiner Vertragsverlängerung bis 2022 deutlich gestärkt. „Das zeigt die Wertschätzung, die wir ihm entgegenbringen“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder.

Ein dickes Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Yoshinori Muto (Rücken). „Er konnte nur individuell trainieren. Wir müssen verantwortungsvoll mit allen umgehen, schließlich haben wir nach dem Auswärtsspiel in Leipzig noch zwei englische Wochen“, erklärte Schwarz. Als Ersatz für Muto stände Kenan Kodro bereit. Emil Berggreen, Torschütze in Freiburg, kommt für einen Einsatz von Beginn an noch nicht in Frage.

Werbung in eigener Sache machten die Mainzer mit der erneuten Auswärtsniederlage nicht. Auch Augsburg ist nicht gerade das Zugpferd. So sind für Samstag erst gerade einmal 23 000 Tickets abgesetzt, teilte der Verein mit.

(dpa)