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Hannover 96
Neues Verfahren wegen der Kind-Übernahme bei 96

Hannover. (dpa) Der Streit um die Übernahmepläne von Martin Kind bei Hannover 96 geht in die nächste Runde. Vereinsaufsichtsrat Ralf Nestler will vor dem Landgericht Hannover eine einstweilige Verfügung gegen die Pläne Kinds erwirken.

Das teilte Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 am Freitagabend mit. Dabei argumentiere Nestler mit einem Gutachten, das er bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly hatte einholen lassen. Die Gutachter werfen Kind demnach vor, sich mit dem Erwerb von Anteilen „sittenwidrig einen erheblichen Vermögensvorteil“ zu verschaffen. Dabei geht es um die Summe, die Kind für den Kauf eines Anteils von 51 Prozent an der Hannover 96 Management GmbH vereinbart hat. Der Aufsichtsrat des Stammvereins stimmte Anfang August einem Kaufpreis von 12 750 Euro zu. Dem Gutachten zufolge liege der Wert jedoch mindestens bei zehn Millionen Euro. Kind hatte diese Kritik stets zurückgewiesen und wiederholte dies auf Anfrage. Ein Kauf zum Nominalwert der Gesellschaft sei korrekt. „Entsprechende Gutachten liegen uns vor“, sagte Kind. Das neue Verfahren ist nicht der erste Versuch, Kinds Pläne juristisch zu stoppen.