| 23:38 Uhr

Mainz 05
Mainzer Freud und Leid: Tolles Spiel, kein Sieg

Mönchengladbach. (dpa) So richtig freuen konnten sich weder Sandro Schwarz über ein richtig gutes Auswärtsspiel seiner Mannschaft noch Dieter Hecking über einen spät geretteten Punkt. Beide Trainer ärgerten sich nach dem 1:1 im Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FSV Mainz 05 über die unterschiedlichen Entscheidungen, wann der Videobeweis angewendet wird und wann nicht.

(dpa) So richtig freuen konnten sich weder Sandro Schwarz über ein richtig gutes Auswärtsspiel seiner Mannschaft noch Dieter Hecking über einen spät geretteten Punkt. Beide Trainer ärgerten sich nach dem 1:1 im Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FSV Mainz 05 über die unterschiedlichen Entscheidungen, wann der Videobeweis angewendet wird und wann nicht.

„Das hat sich nicht gut angefühlt heute. Wir geben diesem Test mit dem Videobeweis keine Chance. Ich wage die Prognose, dass der Test im Winter eingestellt wird. Wir tun alle alles dafür, dass er nicht kommt“, meinte Gladbachs Coach Hecking. Auch sein Mainzer Kollege betonte: „Wir brauchen klare Richtlinien. Einmal wird geschaut, einmal nicht“, sagte Schwarz.

Die Entscheidung, den Treffer von Levin Öztunali zum 2:0 nicht anzuerkennen, war richtig. Zuvor hatte der Mainzer Suat Serdar den Gladbacher Matthias Ginter eindeutig gefoult. Vor dieser Situation gab es bereits eine strittige Szene bei einem Zweikampf zwischen Lars Stindl und Jean-Philippe Gbamin im Gladbacher Strafraum. Da wurde vom Video-Schiedsrichter Wolfgang Stark im Studio nichts überprüft. „Da haben wir Glück gehabt, ich habe ihn touchiert“, meinte Borussias Kapitän nach dem Spiel.



Dabei war der erste Auswärtssieg seit mehr als acht Monaten für die Mainzer zum Greifen nahe. Mit einer mutigen und offensiven Aufstellung hatte Schwarz sein Team ins Rennen geschickt und die Gladbacher mächtig überrascht. Die Führung durch Abdou Diallo in der 19. Minute war nur folgerichtig. „Diese Leistung hätte mit drei Punkten belohnt werden müssen“, meinte Schröder. So blieben die Mainzer auch im elften Auswärtsspiel in Serie sieglos. Außer dem 1:1 durch Jannik Vestergaards dritten Saisontreffer (67.) hatten die Borussen ihrerseits nicht wirklich viel zu bieten.