| 23:11 Uhr

FSV Mainz 05
Mainz hofft auf Spielglück gegen Bremen

Ob der im Pokal zuletzt gesperrte Mainzer Danny Latza, hier im Kampf um den Ball mit Thomas Müller vom FC Bayern München, in der Liga gegen Bremen wieder in der Startelf stehen wird, ist noch ungewiss.
Ob der im Pokal zuletzt gesperrte Mainzer Danny Latza, hier im Kampf um den Ball mit Thomas Müller vom FC Bayern München, in der Liga gegen Bremen wieder in der Startelf stehen wird, ist noch ungewiss. FOTO: dpa / Thomas Frey
Mainz. Werder Bremen hat die Reise nach Mainz in den letzten vier Jahren immer gern angetreten. Vier Spiele, vier Siege lautet die Bilanz. Die wollen die 05er am Sonntag zu ihren Gunsten verändern.

Vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen stemmt sich Sandro Schwarz leidenschaftlich gegen aufkommende Negativszenarien nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg. „Wir betreiben hohen Aufwand, am Ende machen wir aber immer einen Fehler zuviel. Es fehlt nicht viel, um Spiele zu gewinnen“, sagte der Trainer des FSV Mainz 05 am Freitag.

Zugleich wehrte sich Schwarz vehement gegen den Vorwurf der fehlenden Einstellung. „Der Wille, die Mentalität sind vorhanden“, betonte der 40-Jährige. Im Duell mit dem Tabellenvierten hofft Schwarz am Sonntag (18 Uhr/Sky) daher auf das nötige Spielglück, damit „unsere Top-Arbeit mit drei Punkten belohnt wird“.

Gegen Werder fordert er volle Konzentration über die gesamte Spielzeit, die beim Pokal-K.o. in Augsburg gefehlt hatte. „Eine gute Stunde war es in Augsburg sehr gut, aber nicht das Ergebnis. Wir müssen unsere guten Phasen verlängern, wachsamer und besser am Mann sein“, erklärte Schwarz. „Und wir dürfen unsere Fehler nicht ständig wiederholen.“



Die Zusammenstellung der Startelf wird für den 05-Coach ein Puzzle. Acht Umstellungen in Augsburg im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel gegen Bayern München waren nicht gewollt. Schwarz handelte konsequent und setzte Kunde Malong, Aaron Martin und Jean-Paul Boëtius, die zu spät zur Mannschaftssitzung erschienen waren, auf die Bank. „Die Sache ist erledigt. Sie haben sich entschuldigt und eine Geldstrafe bezahlt“, berichtete Schwarz.

Wer von dem Trio und den im Pokal gesperrten Moussa Niakhaté und Danny Latza auf den Platz zurückkehrt, ließ der FSV-Trainer offen. Philipp Mwene hat den Konkurrenzkampf im Mittelfeld zusätzlich angeheizt. Fraglich ist der Einsatz von Stammtorhüter Florian Müller, der das Training wegen Schmerzen am Sprunggelenk abbrechen musste. Eine neue Chance für die Startelf wird eventuell Robin Quaison für sein Tor in Augsburg bekommen.

Die letzten vier Heimspiel gegen Bremen gingen allesamt verloren. Beeindruckt sind die Mainzer von der Werder-Effizienz. „Das zu verteidigen ist eine Herausforderung“, meinte Schwarz und will mit viel eigenem Ballbesitz den Schwung des Gegners bremsen. „Wir müssen alles abrufen, brauchen die Zuschauer und Spielglück. Vor allem aber müssen wir über die gesamte Spielzeit mit ganzer Konsequenz arbeiten“, forfert Schwarz Vom 2:6 der Bremer gegen Bayer Leverkusen lässt sich der Trainer nicht beeindrucken.

Sportvorstand Rouven Schröder freut sich sogar auf das Wiedersehen mit Bekannten aus seiner Bremer Zeit. Dazu gehört auch Claudio Pizarro, der gegen Mainz besonders gern trifft. „Ein überragender Typ. Er ist ein Vorbild für jeden Spieler, aber schlaflose Nächste habe ich nicht“, sagte Schröder über den 40-Jährigen.

Derweil hat der FSV den Vertrag mit Jungprofi Jonathan Burkardt vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Der 18-Jährige erhält einen Kontrakt bis 2022. Das Eigengewächs hatte Mitte September sein Profi-Debüt gegeben und stand bereits viermal in der Bundesliga-Startelf der Rheinhessen. Der Stürmer habe „seine Chance genutzt und bereits gezeigt, dass er Duftmarken in der Bundesliga setzen kann“, sagte Sport-Vorstand Schröder.