| 23:01 Uhr

FSV Mainz 05
Mainz will gegen Hertha wieder treffen

Der Mainzer Robin Quaison (r) hat sich im Training eine Zerrung am Hüftbeuger zugezogen. Der Schwede wird dem FSV gegen Berlin fehlen.
Der Mainzer Robin Quaison (r) hat sich im Training eine Zerrung am Hüftbeuger zugezogen. Der Schwede wird dem FSV gegen Berlin fehlen. FOTO: dpa / Thomas Frey
Mainz. Geht es gegen die Fußball-Profis aus Berlin weiter wie in den vergangenen drei Begegnungen, dann können die Anhänger von Mainz 05 schon mal Jubelgesänge einüben. 1:0, 2:0 und 1:0 lauteten die Ergebnisse zuletzt. Allerdings kommt die Hertha als Tabellendritter.

Anerkennende Worte vom Gegner gab es für die Fußballer des FSV Mainz 05 in der Englischen Woche der Bundesliga genug. Die Belohnung für überzeugendes Auftreten vor allem bei den 0:1-Niederlagen in Leverkusen und bei Schalke 04 aber holten sich 05-Profis nicht ab. „Wir sind immer in der Lage, das Spiel in die Hand zu nehmen. Aber für die Dominanz hatten wir einfach zu wenige Großchancen. Das ist der springende Punkt“, sagte Trainer Sandro Schwarz am Donnerstag. Mehr Durchschlagskraft erwartet der 39-Jährige am Samstag (15.30 Uhr/ Sky) im Heimspiel gegen den Tabellendritten Hertha BSC Berlin.

Nur vier Gegentore nach sechs Begegnungen sind Ligaspitze, vier eigene Treffer sind hinter Schalke 04 (3) allerdings der zweitschlechteste Wert. „Wir können schon verteidigen. Wir stehen kompakt, lassen wenig zu und haben eine gute Mentalität gegen den Ball“, betonte Schwarz. In der Trainingswoche aber legte der gebürtige Mainzer erhöhten Wert auf die Schulung der Offensive. Im Training sind Erfolge nach intensivem Videoschulungen zu sehen. Auf dem Platz wird das Spiel in die Spitze durch sogenannte Provokationsregeln schnell gemacht. Doch im Spiel will es in der entscheidenden Zone, 20, 30 Meter vor dem Tor nicht klappen. Zu oft treffen die Rheinhessen die falschen Entscheidungen.

„Es geht gar nicht um die Tore, sondern um die Zahl der herausgespielten Großchancen. Je mehr wir haben, je größer die Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen“, so Schwarz. Mit Hertha BSC erwarten die Mainzer einen harten Brocken. „Die stehen zu Recht da oben und strotzen vor Selbstvertrauen“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder. Schwarz warnte vor Torjäger Vedad Ibisevic und den neuen Hertha-Star Ondreaj Duda, der mit fünf Treffern die Torschützenliste in der Liga anführt.



Den Mainzern nicht helfen können am Samstag Daniel Brosinski (Muskelprobleme) und Robin Quaison, der sich im Training eine Zerrung am Hüftbeuger zugezogen hat. Auch Ahmet Gürleyen kann nicht dabei sein. Weiter fehlen René Adler, Niko Bungert, Gerrit Holtmann und Emil Berggreen. Wieder im Training sind Danny Latza und Alexander Hack, die in der nach dem Hertha-Spiel beginnenden Länderspiel-Pause Spielpraxis sammeln sollen.

Schwarz hat noch nicht entschieden, wie er den Ausfall von Quaison auffangen will. „Ob wir ihn 1:1 ersetzen oder eine Strukturveränderung vornehmen, steht noch nicht fest.“ Alternativen sind der junge Jonathan Burkardt und die Neuzugänge Jean-Paul Boetius und Issah Abass. Jean-Philippe Gbamin und Ridle Baku wurden nach den drei Einsätzen in der Englischen Woche im Training geschont.

„Wir brauchen gerade im Mittelfeld die Frische der Jungs. Wir haben sieben Punkte aus den ersten drei Heimspielen geholt. Wir wollen dafür sorgen, dass die nächsten drei Punkte auch hier bleiben“, betonte Schwarz. In seiner Premierensaison gewann der Mainzer Coach beide Spiele gegen die Berliner. Der Besuch wird sich wohl nicht der guten Bilanz anpassen: Bisher sind erst 18 500 Karten abgesetzt.