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Fußball-Bundesliga
Leipzig kehrt mit Jubiläumstor zurück auf Rang zwei

Leipzig. RB hat den FC Augsburg mit 2:0 abserviert und die Bundesliga-Konkurrenz im Kampf um die Champions-League-Plätze unter Zugzwang gesetzt.

(sid) Vizemeister RB Leipzig hat auch durch ein Jubiläumstor zumindest vorübergehend den zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga zurückerobert und zugleich einen weiteren Schritt in Richtung Champions League gemacht. Die Sachsen setzten sich zum Auftakt des 22. Spieltages verdient 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg durch und feierten damit eine gelungene Generalprobe für das Sechzehntelfinale in der Europa League am kommenden Donnerstag beim italienischen Meisterschaftsanwärter SSC Neapel.

Abwehrspieler Dayot Upamecano gelang in der 17. Minute die Führung und das insgesamt 100. Bundesligator der Gastgeber, die zum dritten Mal in Folge ohne Niederlage blieben. Der Franzose, der sein erstes Bundesligator erzielte, ist mit 19 Jahren und 105 Tagen der jüngste Torschütze in Leipzigs Bundesligahistorie. Upamecano löste den Schotten Oliver Burke ab, der 19 Jahre und 171 alt war. Der künftige Liverpooler Naby Keita (70.), nach dessen Freistoß der Ball vom früheren Leipziger Martin Hinteregger unhaltbar abgefälscht wurde, sorgte dann mit seinem vierten Saisontreffer für die Entscheidung.

„Wir waren relativ gut im Spiel, aber unter dem Strich ist der Sieg der Leiziger in Ordnung“, sagte der Augsburger und früher Leipziger Rani Khedira. 11:3 Torschüsse vor der Pause dokumentierten die Überlegenheit der Leipziger, die verdientermaßen zur Führung kamen. Upamecano war im Nachschuss zur Stelle, nachdem zuvor FCA-Torwart Marwin Hitz gegen Yussuf Poulsen glänzend reagiert hatte. Nationalspieler Timo Werner, gegen den die FCA-Defensive kein Mittel fand, hatte im ersten Durchgang weitere gute Möglichkeiten für die Hausherren.



Augsburg wartete vor 34 286 Zuschauern bei leichtem Schneetreiben auf Konterchancen und hätte durch Michael Gregoritsch, der im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer für die bayrischen Schwaben erzielt hatte, zum Erfolg kommen können.

Daniel Baier, der beim 1:0 im Hinspiel mit einer obszönen Geste in Richtung von Ralph Hasenhüttl für einen Skandal gesorgt hatte, führte die Bayern auch in Sachsen als Kapitän auf das Feld. Die Dissonanzen mit dem Leipziger Coach und Baier sind schon lange ausgeräumt, beide umarmten sich nach dem Abpfiff.

Khedira und Baier peitschten nach der Pause ihr Team vorbildlich nach vorne, aber Leipzig ließ in der eigenen Gefahrenzone nur wenig zu. Poulsen, Bruma sowie Werner hätten den Sack frühzeitig zumachen müssen. Keita machte es dann besser. Anschließend traf Kevin Kampl ebenfalls per Freistoß noch die Latte (79.).