| 22:40 Uhr

Fußball-Bundesliga
Klinsmann verpasst Befreiungsschlag

Frankfurt/Main. Wieder kein Sieg, nur ein „Pünktchen“ Hoffnung: Jürgen Klinsmann hat mit Hertha BSC trotz komfortabler Führung auch im zweiten Anlauf den Befreiungsschlag verpasst. Zum Auftakt des 14. Spieltags in der Fußball-Bundesliga kam die Mannschaft des 55-Jährigen bei Eintracht Frankfurt gestern Abend nur zu einem 2:2 (1:0) und wartet nach sieben Spielen weiter auf einen Erfolg.

Dodi Lukebakio (30.) und Marko Grujic (63.) trafen für die Berliner, die bei Klinsmanns Trainercomeback vor einer Woche trotz einer guten Leistung gegen Borussia Dortmund (1:2) verloren hatten. Alles deutete also auf Klinsmanns ersten Bundesliga-Sieg seit mehr als zehn Jahren hin – dann sorgten Martin Hinteregger (65.) und Sebastian Rode (86.) noch für Ernüchterung.

Von seinem Sitzplatz aus sah Klinsmann zunächst regungslos, wie die Frankfurter im strömenden Regen mehr Spielanteile besaßen. Emotional wurde Klinsmann erst, als Lukebakio eine sehenswerte Kombination zur Führung vollendete. Auch die Herthaner durften im ersten Durchgang noch einen vermeintlichen Erfolg feiern. Den Treffer von Daichi Kamada (38.) nahm Schiedsrichter Christian Dingert nach Ansicht der Videobilder zurück, weil er ein Foulspiel an der Mittellinie ahndete.

Spätestens nach rund einer Stunde war die Marschroute zu erkennen, die Klinsmann seinen Schützlingen in der Kabine mit auf den Weg gegeben hatte. Hinten kompakt stehen, die Eintracht kommen lassen und mit einem Gegenangriff möglicherweise die Vorentscheidung herbeiführen. Und tatsächlich: Grujic erhöhte für die effizienten Berliner. Doch Hinteregger verkürtze nach einem Freistoß. Und Rode gelang kurz vor Schluss nach einem Eckball der Ausgleich.