| 22:46 Uhr

Mainz 05
Glückliches Remis für Mainz

 Beim Versuch den Ball zu klären, unterläuft dem Mainzer Kapitän Stefan Bell (Mitte) ein Eigentor. Torhüter Robin Zentner ist machtlos, Frankfurts Ante Rebic freut’s. Aber Suat Serdar gelingt noch der Ausgleich.
Beim Versuch den Ball zu klären, unterläuft dem Mainzer Kapitän Stefan Bell (Mitte) ein Eigentor. Torhüter Robin Zentner ist machtlos, Frankfurts Ante Rebic freut’s. Aber Suat Serdar gelingt noch der Ausgleich. FOTO: dpa / Hasan Bratic
Mainz. Eintracht Frankfurt ist bei den Rheinhessen überlegen, holt aber nur ein 1:1.

(sid) Eintracht Frankfurt kann beim ungeliebten „kleinen“ Nachbarn einfach nicht gewinnen. Die Hessen kamen auch im zehnten Versuch im Rhein-Main-Derby der Fußball-Bundesliga nicht über ein 1:1 (1:0) beim FSV Mainz 05 hinaus. Das Team von Niko Kovac verpasste damit den vorübergehenden Sprung auf Platz vier.

Stefan Bell brachte die Gäste mit einem Eigentor in Führung (37.). Der FSV-Kapitän rutschte unglücklich in eine flache Hereingabe von Marius Wolf. Der eingewechselte Suat Serdar (71.) rettete die starke Heimbilanz der Mainzer gegen die Eintracht.

Vor 33 794 Zuschauern bestimmten die Gastgeber die Anfangsviertelstunde. Mit schnellen, direkten Pässen suchte der bislang heimstarke FSV den Weg Richtung Frankfurter Tor. Vor allem Daniel Brosinski und Pablo De Blasis auf der linken Seite stellten die Eintracht-Abwehr vor Probleme. Mit zunehmender Spieldauer war den Mainzer der Kräfteverschleiß unter der Woche im DFB-Pokal aber anzusehen.



Die Gäste, die mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen im Gepäck die kurze Reise über die A60 angetreten hatten, wirkten vielleicht auch deshalb nach gut 20 Minuten präsenter und bekamen das Spiel besser in den Griff. Kapitän David Abraham setzte einen Kopfball nach einer Ecke über das Mainzer Tor (24.). In dem stand erstmals Robin Zentner, der einen Tag vor seinem 23. Geburtstag sein Bundesliga-Debüt feierte. Stammtorwart Rene Adler hatte im Pokal eine schwere Muskelverletzung im hinteren rechten Oberschenkel erlitten. Der frühere Nationaltorhüter fällt mindestens drei Monate aus. Vor der Führung der Gäste, entwischte Wolf Brosinksi auf der rechten Seite. Vor Bell berührte zudem Zentner den Ball leicht und fälschte Wolfs Hereingabe damit zusätzlich ab.

Auch nach der Halbzeitpause spielten die Gäste zielstrebiger. Ante Rebic scheiterte früh an Zentner (48.). Im Anschluss wurde die Partie hitziger, Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) musste des Öfteren eingreifen, um die Gemüter zu beruhigen. Das Spielniveau ging entsprechend in den Keller.