| 23:10 Uhr

FSV Mainz 05
Mainz mit Mut nach Mönchengladbach

Torwart Florian Müller ist nach Adduktorenproblemen wieder fit und wird wohl in Mönchengladbach zwischen den Pfosten stehen. Ob die Mannschaft Trainer Sandro Schwarz ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk macht?
Torwart Florian Müller ist nach Adduktorenproblemen wieder fit und wird wohl in Mönchengladbach zwischen den Pfosten stehen. Ob die Mannschaft Trainer Sandro Schwarz ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk macht? FOTO: dpa / Hasan Bratic
Mainz. 0:0 und 1:1 endeten in der vergangenen Saison die beiden Duelle zwischen Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach. Die Fortsetzung der kleinen Serie wäre für die Rheinhessen durchaus als Erfolg zu werten.

Seinen 40. Geburtstag hat Sandro Schwarz am vergangenen Mittwoch ganz „unspektakulär“ gefeiert. Gegen ein nachträgliches Geschenk in Form von drei Punkten hätte der Trainer des FSV Mainz 05 am Sonntag um 18 Uhr im Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach aber nichts einzuwenden. „Die Arbeit geht vor, wir haben schließlich Gladbach vor der Brust. Wir haben zweimal trainiert und es gab viel Kuchen. Der 50. wird vielleicht mal groß gefeiert“, berichtete Schwarz am Freitag.

Die bevorstehende Partie beim Tabellendritten war für Schwarz wichtiger als eine rauschende Party. „Wir wollen an die gute Partie beim 0:0 gegen Hertha BSC anknüpfen. Wir haben die Pause intensiv genutzt, individuell gearbeitet, um die Energie in der Offensive für das richtige Ergebnis zu haben“, erklärte er.

Mit erst vier Gegentoren stellen die Mainzer nach sieben Spieltagen weiter die beste Abwehr der Liga, aber mit nur vier Toren auch den schwächsten Angriff. „Im Training klappt es gut. Ich habe nicht den Eindruck, die Torflaute hängt in den Kleidern. Das ist kein großes Thema“, betonte Schwarz. Auch die Serie von vier sieglosen Spielen schreckt ihn nicht: „Uns fehlt nur das Quäntchen Glück für die Belohnung.“



Mit der Borussia vom Niederrhein treffen die 05er nach Hertha BSC auf den nächsten Bayern-Besieger. 15 Tore hat das Team von Dieter Hecking bereits erzielt und alle drei Heimspiele gewonnen. „Wir haben die Stärken und Schwächen des Gegners analysiert, wir wissen, welche Räume uns angeboten werden, um selbst Torgefahr zu entwickeln“, erklärte Schwarz dazu.

Noch nicht entschieden ist, welche Grundordnung gewählt wird. Die vielversprechende Variante mit einer Mittelfeldraute muss nicht das Optimum für Sonntag sein. Zumal der Einsatz des Niederländers Jean-Paul Boetius nach einem Schlag aufs Sprunggelenk fraglich ist.

Die international geforderten 05er kehrten alle unverletzt von ihren Länderspielverpflichtungen zurück. Selbstvertrauen tankte neben Alexandru Maxim (Tor für Rumänien) auch Levin Öztunali in der deutschen U21. „Das sollte ihm Rückenwind geben“, sagte Schwarz. Das gilt auch für Jean-Philippe Mateta nach seinem Debüt für Frankreichs U21.

Weiter nicht zur Verfügung stehen Torhüter René Adler, Niko Bungert, Gerrit Holtmann und Emil Berggreen. Nicht fit sind zudem Robin Quaison und Ahmet Gürleyen. Dafür erhöhen die Rückkehrer Danny Latza und Alexander Hack den Konkurrenzkampf in Abwehr und Mittelfeld. Außerdem ist Torhüter Florian Müller wieder einsatzbereit. „Er hat die Woche trainiert und wenn nichts Außergewöhnliches passiert, steht er im Tor“, sagte Trainer Schwarz am Freitag. Müller war zuletzt beim 0:0 gegen Hertha BSC wegen Adduktorenproblemen ausgefallen und von Robin Zentner vertreten worden.

Richtig stolz macht Sportchef Rouven Schröder, der am vergangenen Donnerstag 43 Jahre alt wurde, dass zuletzt gegen Berlin gleich alle sieben Neuzugänge und zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs im Kader standen. „Das ist eine schöne Bestätigung. Alle haben das Zeug, Akzente zu setzen. Aber wir müssen auch geduldig bleiben“, sagte Schröder.