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Borussia Dortmund
Favre nimmt Arbeit beim BVB auf – Jarmolenko fehlt

Dortmund. Als letzter Fußball-Bundesligist ist Borussia Dortmund am Wochenende in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Für den neuen Trainer Lucien Favre stellt sich eine große Herausforderung. Der Schweizer soll den BVB wieder zur Nummer zwei in Deutschland hinter dem FC Bayern machen.

Dazu nahm der einstige Gladbacher Coach bei den Leistungstest am Samstag und Sonntag zunächst das anwesende Personal in Augenschein – und setzt möglicherweise seine Vor-Auslese fort.

Denn neben den WM-Fahrern wie Marco Reus oder Neuzugang Thomas Delaney und Mittelfeldspieler Julian Weigl (Adduktorenprobleme) fehlte auch Andrej Jarmolenko. Der Ukrainer erhielt vom BVB frei, um sich nach einem neuen Club umzuschauen. Sein Ziel soll die englische Premier League sein, möglicherweise West Ham United. Der Vertrag des erst vor einem Jahr von Dynamo Kiew verpflichteten Offensivspielers in Dortmund läuft noch bis 2021. Der Außenstürmer hatte einen guten Start mit drei Toren und drei Assists in den ersten zehn Liga-Spielen, baute dann aber ab. Zudem warf ihn in der Rückrunde eine langwierige Verletzung zurück.

Jarmolenko wäre nach Abwehrrecke Sokratis (Arsenal) und Gonzalo Castro (VfB Stuttgart) ein weiterer namhafter Abgang. Favre hatte bei seiner Vorstellung am Freitag noch diplomatisch gesagt, dass ein großer Kader für ihn „kein Problem“ sei. Er werde sich „adaptieren“. Doch Michael Zorc weiß, dass Favre für effektives Arbeiten das Gegenteil im Auge hat. „Wir sind uns einig, dass ein kleiner Kader wünschenswert ist.“ Das Transferfenster ist noch geöffnet, einerseits zum Abbau, andererseits zum qualitativen Aufrüsten.



Heute steht das erste Teamtraining an, das öffentlich sein wird. Den ersten Test hat der BVB am 13. Juli bei Austria Wien. Fünf Tage später geht es auf US-Tour (18. bis 26. Juli). Danach bezieht der BVB ein Trainingslager in der Schweiz.