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1. FC Köln
„Es ist nicht klar, dass Hector geht“

Köln. Der abstiegsbedrohte 1. FC Köln darf sich Hoffnungen auf einen Verbleib seiner Leistungsträger machen.

Nach Torhüter Timo Horn erwägt womöglich auch Fußball-Nationalspieler Jonas Hector einen Verbleib beim 1. FC Köln – selbst im Falle eines Abstiegs in die 2. Bundesliga. „Jonas hat letztes Jahr dem FC Barcelona abgesagt. Wenn er nun nach einem Abstieg gehen würde, wäre das das Normalste der Welt“, sagte Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck am Donnerstagabend bei einem Fan-Talk in Köln: „Aber es ist längst nicht klar, dass er geht.“ An dem Abwehrspieler, der für eine fixe Ablöse von angeblich acht Millionen gehen dürfte, sollen unter anderem der FC Bayern und Borussia Dortmund Interesse zeigen.

Torhüter Horn hatte zuvor in einem Interview gesagt: „Für mich und die anderen Leistungsträger ist das definitiv eine Überlegung, zu bleiben. Ich bin hier groß geworden, habe dem FC viel zu verdanken. Es war immer eine gute Zusammenarbeit, und deshalb ist das auch über den Sommer hinaus möglich.“ Über ein solches Szenario bei einem Abstieg habe man „in der Truppe schon gesprochen“, sagt Horn: „Einige können sich das vorstellen, denn den Teamgeist, den wir hier haben, wird man so schnell nicht wieder finden.“

Trainer Ruthenbeck glaubt ebenfalls, dass die Mannschaft auch im Falle eines Abstiegs nicht auseinanderbrechen würde. „Alle Spieler geben mir das Gefühl, dass sie den Verein nicht verlassen wollen. Es gibt keinen, der irgendwelche Anzeichen gemacht hat“, versicherte Ruthenbeck: „Es ist eine Sensation, wie viel Herzblut die Spieler reinbringen.“



Die Geißböcke haben derzeit fünf Punkte Rückstand auf den FSV Mainz 05, der Relegationsrang 16 belegt. Am Samstag (15.30 Uhr) treten die Kölner bei der TSG 1899 Hoffenheim an. Nach dem Derbysieg am vergangenen Spieltag gegen Bayer Leverkusen (2:0) sei „die Euphorie im Umfeld momentan groß“, sagte Horn: „Aber das birgt auch die Gefahr großer Ernüchterung. Wir müssen anders auftreten als zuletzt auswärts. Wir werden versuchen, den Gegner unter Druck zu setzen.“ Trainer Ruthenbeck sagte: „Die Stimmung ist gut, aber wir singen jetzt nicht ,Nie mehr Zweite Liga’ in der Kabine. Es wird gelacht, vor und nach dem Training. Aber wir sind jetzt nicht super euphorisch.“