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Fußball-Bundesliga
Furiose Leverkusener demütigen hilflose Mainzer

Mainz.  Bayer Leverkusen hat sich den Pokal-Frust von der Seele geschossen und seine Aufholjagd in der Bundesliga mit einem furiosen Offensiv-Feuerwerk unaufhaltsam fortgesetzt. Drei Tage nach dem Achtelfinal-Aus bei Zweitligist 1. FC Heidenheim siegte Bayer beim FSV Mainz 05 mit 5:1 (4:1).

Durch den dritten Sieg im vierten Liga-Spiel unter Trainer Peter Bosz klettert die „Werkself“ vorübergehend auf Tabellenplatz fünf.

Wendell (5.), Kai Havertz (20.), der alles überragende Julian Brandt (30./64.) und Karim Bellarabi (43.) trafen für die Gäste, die in der Vorwoche bereits den deutschen Rekordmeister Bayern München (3:1) besiegt hatten. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Robin Quaison (9.) war letztlich eine Randnotiz. Während Bayer nach dem verkorksten Saisonstart wieder klar auf Europapokal-Kurs liegt, bleibt Mainz im Tabellenmittelfeld stecken.

In einer turbulenten Anfangsphase vor 21 905 Zuschauern in der Mainzer Arena legte Bellarabi den Ball zuerst am Mainzer Torwart Florian Müller vorbei, Wendell drückte ihn letztlich über die Linie. Die Führung währte allerdings nur kurze Zeit. Dann sprang der Ball nach einer Ecke vor die Füße von Quaison, der aus kurzer Distanz einschob.



Die Partie blieb rasant, vor allem weil die Leverkusener nun einen fulminanten Angriffswirbel entfachten. Der verdiente Lohn: Nach herausragender Vorarbeit von Brandt traf der mitgelaufene Havertz von der Strafraumkante zur erneuten Führung. Der nächste sehenswerte Doppelpass zwischen Brandt und Volland brachte Bayer das 3:1. Bellarabi erhöhte noch vor der Pause auf 4:1.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Bild: Leverkusen agierte, Mainz reagierte und wirkte dabei hilflos. Bailey (50.) vergab die erste Großchance für Bayer. Brandt krönte seine Leistung mit dem zweiten Treffer, dann ließ es die Leverkusener Offensive langsamer angehen.