| 22:10 Uhr

FC Bayern unbeeindruckt
Solider Arbeitssieg nach der Medienschelte

Erleichterung beim FC Bayern: Die Münchner Spieler um Mats Hummels (Mitte) feiern den 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg.
Erleichterung beim FC Bayern: Die Münchner Spieler um Mats Hummels (Mitte) feiern den 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg. FOTO: dpa / Peter Steffen
Wolfsburg. Der FC Bayern besiegt den VfL Wolfsburg ohne Probleme. Der Auftritt der Vereinsführung ist immer noch das Hauptthema. sid

Niko Kovac ballte beim Schlusspfiff kurz die rechte Hand zur Faust, mehr Emotionen gestattete sich Bayern Münchens Trainer nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg beim VfL Wolfsburg nicht. „Denn das war nur ein erster und kleiner Schritt in die richtige Richtung“, sagte er betont vorsichtig.

Mit dieser Meinung stand Kovac beim Rekordmeister ziemlich alleine da, andere Führungskräfte jazzten den soliden Arbeitssieg einen Tag nach der Medienschelte der Bayern-Granden Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß zu einer Trendwende hoch. „Das war wie eine Befreiung“, meinte Abwehrchef Mats Hummels, und auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic gab sich euphorisch: „Wir haben Charakter gezeigt in einer schwierigen Phase.“

Auf dem Rasen machte der überragende Robert Lewandowski mit seinen Toren in der 30. und 49. Minute sowie mit seiner Vorarbeit zum dritten Treffer von James (72.) den Unterschied aus. In den Köpfen, so jedenfalls argumentierte Joshua Kimmich, könnten indes auch die Attacken der Clubführung in Richtung Journaille vom Freitag eine Rolle gespielt haben. „Das war ein super Zeichen, dass der Verein sich so vor die Spieler stellt und sie schützt. Jetzt hat man wieder mehr dieses Zusammengehörigkeitsgefühl“, betonte der Nationalspieler.



Kovac schienen die verbalen Ausfälle weniger motiviert zu haben. Einer konkreten Antwort, wie er den Verlauf der Pressekonferenz vom Vortag beurteile, wich er aus: „Ich bin nur für den Sport zuständig, dabei möchte ich es belassen.“ Vielleicht am besten so, denn durchgängig gut war die Leistung in Wolfsburg beileibe nicht. Zudem schwächte die Gelb-Rote Karte für Arjen Robben (57. Minute) den Elan. Nach einer zweifelhaften Gelben Karte wegen einer Schwalbe kassierte der Stürmer nach einer dummen Attacke einen überflüssigen Platzverweis. „Aber auch in dieser Phase und nach dem Anschlusstor haben wir nicht gewackelt“, sagte Kovac.