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Fußball-Bundesliga
Furiose Leverkusener beenden Bremer Höhenflug

Die Spieler von Bayer Leverkusen kamen gestern Abend beim 6:2 gegen Werder Bremen nicht mehr aus dem Jubeln heraus.
Die Spieler von Bayer Leverkusen kamen gestern Abend beim 6:2 gegen Werder Bremen nicht mehr aus dem Jubeln heraus. FOTO: dpa / Carmen Jaspersen
Bremen. Bayer gewinnt turbulentes Auswärtsspiel bei Werder mit 6:2 und lässt seinen Trainer Heiko Herrlich erst einmal aufatmen. dpa

Mit Konterfußball der Extraklasse hat Bayer Leverkusen ausgerechnet bei den so heimstarken Bremern die Talfahrt gestoppt und Trainer Heiko Herrlich aus der Schusslinie genommen. Die Rheinländer gewannen gestern Abend in einem hochklassigen Spiel bei Werder mit 6:2 (3:0) und fügten den Norddeutschen damit die erste Heimniederlage seit der Amtsübernahme von Trainer Florian Kohfeldt Ende Oktober 2017 zu.

Vor 40 400 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielten Kevin Volland (8. Minute), Julian Brandt (38.), Karim Bellarabi (45.), Kai Havertz mit einem Doppelpack (67./77.) und Aleksandar Dragovic (72.) die Treffer für die Gäste. Claudio Pizarro (60.) und Yuya Osako (62.) ließen die Gastgeber zwischenzeitlich wieder hoffen.

Herrlich hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 2:3 in der Europa League in Zürich auf vier Positionen verändert. So kehrte unter anderem Volland in die Sturmspitze zurück – ein Wechsel, der sich bereits in der achten Minute auszahlte. Nach feiner Vorarbeit von Bellarabi brauchte der Nationalspieler im Strafraum aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben.



Kohfeldt hatte sein Team kurzfristig umbauen müssen, weil Abwehrchef Niklas Moisander wegen muskulärer Probleme passen musste. Werder agierte daher in der Abwehr mit Dreierkette mit Sebastian Langkamp in zentraler Position und Marco Friedl auf der rechten Seite. Werder agierte defensiv im ersten Durchgang so indisponiert, dass die Gäste noch vor der Pause durch Brandt und Bellarabi scheinbar für die Vorentscheidung sorgten.

Nach dem Seitenwechsel brachte Kohfeldt mit Pizarro einen weiteren Offensivspieler. Und die Einwechslung des 40 Jahre alten Routiniers zahlte sich aus – Pizarro besorgte das 1:3. Als Osako den Anschlusstreffer erzielte, bebte das Weserstadion wie in besten Zeiten. Die Partie drohte zu kippen – doch dann schlug Havertz eiskalt zu und beendete den Bremer Schwung. Die Gäste konnten danach das Ergebnis noch in die Höhe schrauben.