| 23:26 Uhr

Enttäuschung für deutsche Biathleten in Pokljuka

Pokljuka. Nach einem Fehlerfestival am Schießstand haben die deutschen Biathleten beim Weltcup im slowenischen Pokljuka die Podestplätze deutlich verpasst. Bei den Frauen kam Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner (Foto: dpa) nach vier Fehlschüssen als beste Deutsche auf Rang acht

Pokljuka. Nach einem Fehlerfestival am Schießstand haben die deutschen Biathleten beim Weltcup im slowenischen Pokljuka die Podestplätze deutlich verpasst. Bei den Frauen kam Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner (Foto: dpa) nach vier Fehlschüssen als beste Deutsche auf Rang acht.Bei den Männern, die nach wie vor auf den ersten Podestplatz im WM-Winter warten, belegte Andreas Birnbacher als bester DSV-Athlet Platz elf. Die Siege bei jeweils schwierigen Wind-Bedingungen sicherten sich in den Einzelrennen der Österreicher Daniel Mesotitsch und die Norwegerin Tora Berger.

"Ich bin nur teilweise zufrieden. In der Loipe lief es wieder sehr gut, aber am Schießstand hätte es schon der eine oder andere Fehler weniger sein können", sagte Neuner. Die Wallgauerin schob die insgesamt 26 Fahrkarten der sechs deutschen Starterinnen auch auf die hohe Erwartungshaltung. "Ich denke, auf keiner Mannschaft lastet so ein großer Druck wie auf der deutschen. Das geht einem dann schon durch den Kopf, wenn es am Schießstand wieder einmal nicht so gut gelaufen ist", sagte die 23-Jährige.

Disziplin-Trainer Gerald Hönig wollte dies aber nicht als Grund für das enttäuschende Abschneiden gelten lassen. "Es gab nur wenige Lichtblicke. Ich denke, wir müssen mit den Mädels auch einmal über das Thema Konzentration am Schießstand reden", sagte Hönig.



Hinter Neuner war Andrea Henkel als Zwölfte zweitbeste Deutsche. "Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, war irgendwie schlapp. Das war kein guter Tag für uns alle", sagte die 33-Jährige. Kathrin Hitzer (29. Platz/3 Schießfehler), Tina Bachmann (30./5), Miriam Gössner (53./7) und Juliane Döll (54./4) verpassten bessere Platzierungen ebenfalls durch zu viele Fehler am Schießstand. dpa